Kompass: Vorsicht vor K.o.-Tropfen

Ob in einer Diskothek, der Dorfkirmes oder an Karneval: K.o.-Tropfen kann man überall ausgesetzt sein. Wie diese wirken, wie man sich so gut wie möglich schützen kann und wie man sich verhalten sollte, wenn man glaubt, Opfer von K.o.-Tropfen geworden zu sein, darüber informiert Ramona Mausen vom JIZ.

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Was sind K.o.- Tropfen?

K.o.-Tropfen sind Drogen, auch als „Liquid  Ecstasy“ bekannt. Sie werden heimlich in Drinks gemischt und haben als Ziel, das Opfer bewusstlos, hilflos oder handlungsunfähig zu machen.  Das Tückische: Die Substanzen sind farb- und geruchlos. Täter benutzen diese Stoffe, damit ihre Opfer bei Sexualstraftaten oder Diebstahl bewusstlos und wehrlos sind.

Wie wirken diese K.o.- Tropfen?

K.o.-Tropfen wirken unterschiedlich. Die Wirkung tritt nach ca. 10 – 20 Minuten ein. Die Opfer können eine Zeitlang noch normal reden und sich bewegen. Manchen wird ganz plötzlich übel und schwindelig. Auch Enthemmung und vermehrtes Reden können Symptome sein. Die Selbstbeherrschung nimmt ab, leichte Willenlosigkeit tritt auf. Dieser Zustand wird von den Tätern oft genutzt, um die Opfer an einen anderen Ort zu bringen.

Wie sieht es bei einer hohen Dosis aus?

Bei einer höheren Dosis wirken die Substanzen dann einschläfernd bis hin einem komaartigen Zustand, der auch lebensbedrohlich sein kann. Besonders gefährlich ist der Mischkonsum von K.o.-Tropfen und Alkohol. Die Opfer kommen erst nach Stunden wieder zu sich. Beim Aufwachen fühlen sich die Betroffenen oft extrem „verkatert“ und matt. In fast allen Fällen berichten viele von einem Blackout oder totalen Filmriss.

Wie kann ich mich schützen?

  • Offene Getränke niemals unbeaufsichtigt lassen! Getränke an der Bar selbst bestellen und selbst entgegennehmen. Getränke von Unbekannten nur in verschlossenen Originalflaschen annehmen.
  • Freunde sollten gegenseitig aufeinander achten und ihre Getränke im Auge behalten.
  • Besondere Vorsicht ist geboten, wenn einem Freund, einer Freundin plötzlich übel, schwindelig oder schlecht wird oder sich Unbekannte um sie kümmern oder aus dem Raum führen wollen.
  • Wenn du Hilfe brauchst und allein unterwegs bist, wende dich an das Personal. Geh immer dorthin, wo auch andere Menschen sind.
  • Wenn du mit Freunden ausgehst, dann geht auch gemeinsam wieder nach Hause.
  • Ruf im Zweifel die Polizei oder den Notarzt an.

Was tun, wenn es passiert ist?

  • Wenn eine Freundin/ein Freund oder eine andere Person nicht ansprechbar oder bewusstlos ist, sofort einen Notarzt unter der 112 alarmieren.
  • Bei Gewalttaten: Zögere nicht die Polizei unter der 101 zu rufen, sie kann eine sofortige Untersuchung wie Blutabnahme in einem Krankenhaus veranlassen. Die Notrufnummern funktionieren auch wenn dein Handy kein Guthaben mehr hat.
  • Wenn Verletzungen vorliegen einen Arzt aufsuchen, um die Verletzungen behandeln und dokumentieren zu lassen.

Übergriffe unter dem Einfluss von K.o.-Drogen sind Verbrechen und allein die Täter sind dafür verantwortlich!

Weitere Infos, nützliche Links und Anlaufstellen gibt es auf der Internetseite  der Jugendinformationszentren www.jugendinfo.be

Infos: Ramona Mausen, JIZ

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