Kompass: Studentenjob – Warum nicht Babysitting oder einen anderen Gelegenheitsjob?

Babysitten ist eine gute Methode, um dein Taschengeld ein wenig aufzubessern und dies das ganze Jahr hindurch. Man sollte jedoch wissen, dass diese Tätigkeit sowohl für den Jugendlichen als auch für die Eltern des Kindes mit einigen Verpflichtungen verbunden ist. Die Infos hat Lara Liebertz vom Infotreff Eupen.

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Babysitten

Babysitten ist eine gute Methode, um dein Taschengeld ein wenig aufzubessern und dies das ganze Jahr hindurch. Man sollte jedoch wissen, dass diese Tätigkeit sowohl für den Jugendlichen als auch für die Eltern des Kindes mit einigen Verpflichtungen verbunden ist. Das Mindestalter ist gesetzlich auf 15 Jahre festgelegt, genau wie bei allen anderen Ferienjobs.

Gelegenheitsjob

Das Babysitting kann als Gelegenheitsjob bezeichnet  werden, solange diese Aktivität nicht mehr als 8 Stunden pro Woche beträgt. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um einen oder mehrere Arbeitgeber handelt. Arbeitest du jedoch mehr als 8 Stunden pro Woche, musst du dies dem Landesamt für soziale Sicherheit melden – ansonsten handelt es sich um Schwarzarbeit.

Gelegenheitsjobs – Gartenarbeit, Keller sowie Speicher ausräumen, großer Hausputz, Gartenzaun anstreichen u.v.m. – dürfen nur in Privathaushalte gemacht werden. Für jede Stunde, die bei einer Firma gearbeitet wird, muss ein Arbeitsvertrag abgeschlossen und somit auch soziale Lasten gezahlt werden.

Versicherung

Bei jedem Gelegenheitsjob solltest du dafür sorgen, dass du gut versichert bist. Es ist ratsam zu überprüfen, ob deine Haftpflicht durch die Familienversicherung deiner Eltern abgedeckt ist. Dies kann von Bedeutung sein, wenn du durch einen Fehler oder eine Unachtsamkeit deinem Arbeitgeber oder den Kindern materiellen oder physischen Schaden zufügst (z.B. wenn die Mikrowelle kaputt geht, weil du eine Aluminiumschüssel reingestellt hast oder wenn du dem Kind ungewollt eine Verletzung zufügst). Falls eine solche Versicherung nicht existiert, ist es ratsam, eine entsprechende abzuschließen. Darüber hinaus solltest du überprüfen, ob die Familie, die dich einstellt, ebenfalls gegen Unfälle versichert ist. Ob du jetzt auf dem Weg zwischen deinem und ihrem Haus oder bei ihnen zu Hause bist. (Beispiel: Du fällst bei ihnen die Treppe herunter und brichst dir einen Arm).

Babysitterschulung

Alle Babysitter des Bundes der Familien erhalten eine Grundausbildung. Die Einstellung eines Babysitters findet erst nach einem persönlichen Gespräch statt, in dem seine Erfahrungen, seine Ausbildung, seine Motivation besprochen werden. Danach folgt ein kurzer Test über seine Kenntnisse über den Babysitterdienst des Bundes der Familien. Diese Ausbildung dauert 3:30 Stunden.

Außerdem bietet „Der Bund der Familien“ (BdF) vier Mal im Jahr eine Ausbildung für Babysitter in französischer Sprache an. Diese findet immer während der Schulferien in Namur statt. Diese ist offen für alle Babysitter. Den Babysittern unter 17 Jahren wird empfohlen, eine Schulung zu besuchen. Kosten: 55 €

Inhalte des Kurses in Namur sind u.a.:

  • Spielpädagogik: Wie und was spiele ich mit Kindern?
  • Wie finden Kinder in den Schlaf?
  • Unfallverhütung: Wo sind Gefahrenquellen und wie gehe ich mit kleinen Unfällen um?
  • Babypflege: Wie wickele, bade und füttere ich ein Baby?
  • Umgang mit den Eltern: Wie bekomme ich das Vertrauen der Eltern?“
  • Bewerbung, Versicherung, Bezahlung

Nach Abschluss des Kurses erhalten die Teilnehmer ein Zertifikat. Jugendliche, die diese Ausbildung nicht gemacht haben, können trotzdem als Babysitterin oder Babysitter beim BdF arbeiten.

Wie finde ich einen Job als Babysitter oder einen anderen Gelegenheitsjob?

Verschiedene Organisationen wie der Bund der Familien (Tel: 087/ 74 44 20) bieten einen Babysitterdienst an, d.h. er vermittelt zwischen Eltern und Babysitter. Dafür musst du mindestens 16 Jahre alt sein. Sowohl der Babysitter als auch die zu beaufsichtigenden Kinder sind in dem Fall durch eine spezielle Versicherung abgedeckt.

Frage in deiner Umgebung, bei den Bekannten deiner Eltern, in deiner Nachbarschaft, bei Verwandten,… ob sie nicht manchmal einen Babysitter brauchen. Du kannst auch eine kleine Annonce in einer Zeitung aufgeben und deine Dienste als Babysitter, Gartenarbeit oder Hilfe beim Hausputz anbieten oder Anzeigen beim Bäcker, in Supermärkten, … aufhängen.

Die Bezahlung als Babysitter

Der Bund der Familien schlägt folgende Tarife vor: 7€/Stunde, gleich wie viele Kinder zu betreuen sind. Jede Viertelstunde wird mit 1,75 Euro berechnet. Von Mitternacht bis 8 Uhr morgens (eine Nacht schlafen) 24 €. Jede angefangene halbe Stunde muss bezahlt werden. Dieser Tarif ist ein Vorschlag. Manche Babysitter verlangen einen höheren Tarif je nach Alter, Erfahrung, Ausbildung oder bei besonderen Bedingungen der Dienstleistung.

Der Tarif darf jedoch 8 € nicht überschreiten. Der Bund der Familien möchte einen Babysitterdienst, der allen Eltern zugänglich ist und bittet den Babysitter, vernünftige Tarife zu berechnen. Jede übertriebene Zahlungsforderung muss von den Eltern dem Babysitterdienst gemeldet werden. Jede angefangene Viertelstunde muss bezahlt werden (1,50 €).

Dann gibt es noch spezielle Tarife, bei Feiertagen, etc. Um Konflikte zu vermeiden, ist es generell sinnvoll, im Vorfeld die Höhe der Bezahlung zu vereinbaren.

Mehr Infos gibt es auf jugendinfo.be und  Bund der Familien

Infos: Lara Liebertz, Infotreff Eupen

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