Vebrauchertipp: Gesund in den Tag starten

„Das Frühstück ist die wichtigste Mahlzeit des Tages!“, diesen Satz haben wir alle schon mal gehört. Aber warum ist das so? Was als ein gesundes Frühstück gilt, da gehen die Meinungen der Genießer auseinander, während Ernährungsberater und Verbraucherschützer schon eher auf einer Linie liegen. Bernd Lorch von der Verbraucherschutzzentrale erklärt, wie ein gesundes Frühstück aussehen muss.

Gesundes Frühstück (Foto: Pixabay)

Gesundes Frühstück (Foto: Pixabay)

Die wichtigste Mahlzeit

Das Frühstück zählt zur wichtigsten Mahlzeit, denn  es ist so, dass der Körper über Nacht die Energiereserven aufbraucht und diese dann am Morgen wieder aufgefüllt werden müssen. Nur so kann man in den neuen Tag auch mit Schwung starten.

Mit anderen Worten: Das Frühstück beendet quasi die längste Fastenperiode des Tages, denn die nahrungsfreie Zeit in der Nacht liegt in der Regel bei 10 bis 14 Stunden.
Untersuchungen haben gezeigt, dass immer mehr Schülerinnen und Schüler das Haus verlassen, ohne etwas gegessen zu haben. Jedoch sind Kinder und Jugendliche, die morgens gefrühstückt haben, in der Regel in den Morgenstunden leistungsfähiger und reaktionsschneller und werden nicht so schnell müde. Deshalb ist es selbst für Frühstücks-Muffel besser eine Kleinigkeit zu sich zu nehmen, auch wenn es nur ein Glas Milch ist.

Gesundes Frühstück: Was soll auf den Teller?

Das ideale Frühstück ist eine Kombination aus Vollkorngetreide, frischem Obst und Milchprodukten, da sind sich die Experten einig.

Das Problem ist oft der Zucker. Denn je mehr die Lebensmittel verarbeitet sind, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass Zucker mit im Spiel ist. Und Zucker – das wissen wir – ist ungesund.
Deshalb sollte man darauf achten, dass ein Müsli aus Cerealien so wenig Zucker wie möglich enthält. Also reine Haferflocken mit Nüssen oder Trockenobst wäre da schon viel besser. Und statt eines gekauften Fruchtjoghurts am besten einen Naturjoghurt mit Obst essen und als Getränk einfach Wasser oder einen Kräutertee zu sich nehmen.

Das Pausenbrot

Und wie sieht’s mit dem Pausenbrot aus? Die Zusammensetzung gleicht der des ersten Frühstücks. Am besten wieder eine Kombination aus Vollkornprodukten, Obst oder Gemüsesticks, Milchprodukten und einem Getränk ohne Zucker wählen.

Das Problem: Zucker

Das Problem ist, dass viele verarbeitete Lebensmittel mit Zucker angereichert sind. Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt, nicht mehr als 25 Gramm Haushaltszucker pro Tag zu sich zu nehmen. Das entspricht acht kleinen Stück Würfelzucker.

Angenommen, man isst einen gekauften Fruchtjoghurt, der im Schnitt 15 Gramm Zuckercenthält. Wenn man jetzt dazu noch eine Tasse Kaffee mit Zucker trinkt, dann kämen da ungefähr sechs Gramm Zucker hinzu (je nach Größe des Zuckerwürfels) und wenn man dann noch eine kleine Schüssel Kellogg’s Special K nimmt, dann sind das nochmal mehr als zehn Gramm Zucker.

Wenn man das Ganze jetzt zusammenrechnet, dann kommt man beim Frühstück schon auf mehr als 30 Gramm Zucker. Das heißt, ein Erwachsener hat so seine Tageszufuhr von zugesetztem Zucker schon alleine beim Frühstück überschritten.

Wie kann der Zuckerkonsum im Allgemeinen reduziert werden?

Das Essen frisch zubereiten und selbst kochen ist schon mal ein ganz guter Anfang. Dann statt Fruchtsäften oder Limonaden und Cola, einfach Wasser oder ungesüßten Tee trinken. Als gesunde Zwischenmahlzeit empfehlen sich Nüsse, Gemüsesticks oder Naturjoghurt. Beim Backen kann zum Beispiel der Zuckeranteil um 1/3 reduziert werden.

Im Prinzip sollte der Einkaufswagen zuerst mit viel Gemüse und Obst aus der Region oder aus dem Bioladen gefüllt werden. Dann ist ein Stück Kuchen oder eine Süßigkeit für sich selbst und für die Kinder auch ab und zu mal drin.

Mehr zum Thema finden Sie auch im Netz unter vsz.be oder patientenrat.be.

 

 

 

Bernd Lorch, VSZ Ostbelgien