Kompass: 15. Mandat – Rückblick & Ausblick

Im November 2019 startete das 15. Mandat des Jugendrates. Aktuell befindet er sich in der Halbzeit des Mandats: Ein Jahr ist vergangen, ein Jahr liegt noch vor den engagierten RDJ-Mitgliedern. Für sie war darum im Dezember der perfekte Zeitpunkt, um sich virtuell zu versammeln und zu evaluieren: Wie ist es bisher gelaufen und worauf wollen sie im Jahr 2021 achten?

RDJ-Videokonferenz (Bild: privat)

RDJ-Videokonferenz (Bild: privat)

Nochmal zum allgemeinen Verständnis: Was ist der RDJ eigentlich und wer macht da mit?

Der RDJ ist das Sprachrohr der Jugendlichen aus Ostbelgien und versucht, ihre Interessen zu vertreten. Er berät beispielsweise Politiker in jugendpolitische Fragen und organisiert Projekte und Veranstaltungen für junge Menschen. Unsere rund 40 Mitglieder sind vor allem Vertreter der Jugendeinrichtungen, ob Jugendorganisationen, Jugendtreffs, Jugendinformationszentren oder Jungparteien. Sie alle haben das Recht im RDJ vertreten zu sein, aber auch Jugendliche bis 30 Jahre, die keiner Einrichtung angehören, können bei uns Mitglied werden.

Welche Themen hat der RDJ für dieses Mandat festgelegt?

Das erste Thema ist Politische Bildung, das schon immer das Herzstück des Jugendrates ist. Wir möchten jungen Menschen die Möglichkeit geben, sich mit politischen Entscheidungsträgern auszutauschen, sodass auch die Stimme der Jugend gehört wird. Auch Medienbildung gehört seit Jahren zu einer Priorität, weil digitale Medien sicherlich eine Chance für die Jugend bieten und gleichzeitig Risiken bergen, derer man sich bewusst sein sollte. Als drittes Thema konzentrieren wir uns auf die emotionale Bildung, denn wir möchten junge Menschen ermutigen, trotz des steigenden Drucks zu sich selbst zu stehen und auch für andere einzustehen.

Die Schwerpunkte sind sehr ähnlich zu den Themen der vorigen Mandate. Gibt es auch ein neues Thema?

Aufgrund der Fridays-for-future-Bewegung und der steigenden Wichtigkeit des Themas Nachhaltigkeit bei den Jugendlichen, waren wir uns alle einig, dass dies auch eine Priorität des Jugendrates werden sollte. Wir haben zwar bereits vorher Projekte zum Thema organisiert, wollten aber einen besonderen Akzent darauf legen. Neben diesen vier Themen behalten wir natürlich auch aktuelle Entwicklungen im Auge. So haben wir beispielsweise zu Beginn der Corona-Krise Tipps für Jugendliche und eine Stellungnahme veröffentlicht.

Welche Projekte habt ihr denn im letzten Jahr noch umgesetzt?

Das größte Projekt war sicherlich die Sexting-Kampagne, die junge Menschen für die Risiken von Sexting sensibilisieren möchte. Zudem haben wir mit weiteren Partnern die Podiumsdiskussion in „Leichter Sprache“ für Schüler organisiert. Im Sommer haben wir die Bedürfnisse von jungen Menschen in Bezug auf das Arbeitsleben in einem Handbuch ausformuliert und an Entscheidungsträger weitergeleitet. Durch die Corona-Krise haben wir die digitalen Möglichkeiten genutzt, um beispielsweise den Tag der JugO 2020 zu organisieren oder auch Austausche zwischen Jugend und Politik. Unsere Projekte waren also sehr unterschiedlich und wir blicken trotz Corona auf ein produktives Jahr zurück.

Was steht dieses Jahr noch an?

Im Herbst 2020 hätte eigentlich die Ausbildung zum ehrenamtlichen Jugendleiter stattgefunden. Diese haben wir nun als virtuelle Ausbildung organisiert, die jetzt Ende der Woche startet. Auch gibt es laufende Projekte wie den EU-Jugenddialog, bei dem wir momentan noch Meinungen zur Jugendbeteiligung sammeln. Bei der Evaluation mit den Mitgliedern wurde festgelegt, im Jahr 2021 ein Projekt zum Thema Nachhaltigkeit und zur politischen Bildung zu organisieren.

Wie entstehen dann Projekte zu diesen Themen?

Zu beiden Themen wird jeweils eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen und dann gemeinsam geschaut, welches Projekt wir organisieren möchten: eine Veranstaltung, eine Stellungnahme, eine Social-Media-Aktion – es kann eigentlich alles sein und hängt von den Interessen der AG-Mitglieder ab, denn sie stoßen die Projekte an und setzen sie um. Diese AGs stehen übrigens jedem jungen Menschen bis 30 Jahre offen, dafür braucht es keine RDJ-Mitgliedschaft. Also jeder, der sich für die Themen interessiert, kann über solche AGs im Jugendrat mitwirken.

Wo kann derjenige sich denn dafür melden, wenn er sich für Nachhaltigkeit oder politische Bildung interessiert und bei einem Projekt mitmachen möchte?

Entweder per E-Mail an info@rdj.be oder über unsere Social-Media-Kanäle auf Facebook und Instagram unter rdj.ostbelgien. Dort kann man auch verfolgen, woran wir gerade arbeiten. Mehr Informationen zum RDJ und unseren Kontaktdaten gibt es auch auf unserer Webseite www.rdj.be. Wir freuen uns immer über neue Gesichter und sind motiviert, in das neue Jahr zu starten!

Infos: Mona Locht, RDJ