Kompass: Rückblick auf das 15. Mandat

Der Jugendrat blickt auf die Projekte der vergangenen zwei Jahre zurück: Im November 2019 starteten motivierte junge Menschen in das 15. Mandat, das vor allem durch Corona und digitale Versammlungen und Aktivitäten geprägt war. Die Mitglieder des Rates der deutschsprachigen Jugend (RDJ) haben sich in diesen Zeiten nicht unterkriegen lassen und können mit Stolz ihr aktuelles Mandat beenden.

Was genau ist ein Mandat?

Der RDJ strukturiert sich in verschiedene Mandate. Während einer bestimmten Zeitspanne schicken Jugendeinrichtungen ihre Vertreter in den RDJ oder werden Jugendliche freie Mitglieder im RDJ. Sie sind dann für das Mandat die RDJ-Mitglieder und können die Inhalte des RDJ mitbestimmten. So setzen die RDJ-Mitglieder immer andere Schwerpunkte während eines Mandats.

Welche Schwerpunkte hatte das 15. Mandat?

Als Sprachrohr der Jugend in Ostbelgiens hat der RDJ sich mit den Themen politische Bildung, Medien, mentale Gesundheit und Nachhaltigkeit beschäftigt. Dazu wurden junge Menschen nicht nur über die Kanäle des Jugendrates informiert, sondern auch unterstützt, im Rahmen des RDJ die Gesellschaft mitzugestalten.

Wie lief das konkret?

Beim RDJ haben junge Menschen die Möglichkeit, die Inhalte des RDJ mitzubestimmen: Die Mitglieder legen die Themen fest, engagieren sich in einer Arbeitsgruppe und können so gemeinsam ihre Idee in die Realität umsetzen. In den vergangenen zwei Jahren haben die Jugendlichen dadurch die Organisation der Leiterausbildung in die Hand genommen, das Handbuch „Karriere in Ostbelgien?!“ ausgearbeitet oder den Animationstag zum Tag der Jugo geplant.

Daten und Fakten zu den letzten zwei Jahren

Im RDJ gibt es ungefähr 55 engagierte Jugendliche, die durch ihre Vertreterfunktion in einer Jugendeinrichtung über 4.000 junge Menschen vertreten. Insgesamt haben rund 150 RDJ-Versammlungen – ob Generalversammlung, Verwaltungsrat oder Arbeitsgruppe – stattgefunden, davon fast die Hälfte online. Es wurden 15 öffentliche Veranstaltungen organisiert, davon mehr als zwei Drittel digital, mit denen rund 2.000 Personen erreicht wurden. Außerdem wurden vier Gutachten und sechs Stellungnahmen zu verschiedenen Themen, wie dem Einfluss der Corona-Krise auf die Jugend oder den Führerscheinerwerb in Ostbelgien, veröffentlicht.

Welche Projekte haben die Arbeitsgruppen durchgeführt?

Das bekannteste Projekt ist die Sexting-Kampagne, die 2020 mit Kaleido, Jugendinfo, Streetwork und Medienzentrum kurz vor der Corona-Krise lanciert wurde. Mehr im Hintergrund hat der RDJ auch ein Mobilitätskonzept mit der Idee einer App erstellt, mit dessen Hilfe junge Menschen in Zukunft flexibler unterwegs sein könnten. Auch die Online-Austausche zwischen Jugendlichen und Entscheidungsträgern zum Thema Jugendbeteiligung im Herbst 2020 sind durch eine Arbeitsgruppe entstanden.

Gibt es ein neues Mandat?

Bei der Generalversammlung wird kurz auf das 15. Mandat zurückgeblickt, der aktuelle Verwaltungsrat wird entlassen und anschließend wird in das 16. Mandat gestartet. Die Jugendeinrichtungen in Ostbelgien hatten vorab die Möglichkeit, neue Vertreter zu suchen oder ihre alten Vertreter nochmals in den RDJ zu entsenden. Auch Jugendliche, die keiner Einrichtung angehören, können sich auf der Generalversammlung in den RDJ als freies Mitglied einwählen lassen. Gemeinsam wird dann ein neuer Verwaltungsrat mit neuem Vorsitz gewählt und auch die Themen und Aktionen der nächsten Jahre bestimmt.

Aufruf an junge Menschen, sich beim RDJ zu engagieren

Junge Menschen zwischen 16 und 35 Jahren, die mal schnuppern möchten oder sogar offizielles Mitglied werden möchten, finden alle Informationen und Kontaktdaten auf www.rdj.be. Die Kontaktaufnahme ist ebenfalls per Mail unter info@rdj.be möglich, sowie über die Sozialen Medien.

Infos: Mona Locht, RDJ