Kompass: Online-Shopping

Online-Shopping steht zur Zeit hoch im Kurs. Man hat die ausgewählten Artikel bereits in den Warenkorb gelegt, aber ist sich noch nicht über die Prozedur des Online-Shoppings im Klaren?

Woran erkennt man, dass ein Web-Shop sicher ist?

Der erste Schritt beim Online-Shopping ist zu überprüfen, ob die Internetseite, auf der man bestellen möchte, auch gut gesichert ist. Dies ist der Fall wenn man ein „s“ am Ende des „http“ und ein Vorhängeschloss vor der Internetadresse sieht. Falls man diese Merkmale nicht sieht, vorsichtig sein! Wir raten an, die Allgemeinen Geschäftsbestimmungen vor dem Kauf durchzulesen.

Welche Informationen sollte man möglichst vor dem Kauf haben?

Angaben wie Kontaktdaten des Verkäufers (Geschäftssitz, komplette Adresse, Telefonnummer, Mail-Adresse, …) und die Allgemeinen Geschäftsbestimmungen müssen klar sichtbar sein. Diese findet man meistens ganz am Ende der Website. Bevor man endgültig bestellt, sollte man die wichtigsten Eigenschaften der Produkte sowie der Endpreis (inkl. der Mehrwertsteuer, Versandkosten, …) angezeigt bekommen.
Die Website muss ebenfalls Infos zu Zahlungsmethoden, den Servicebedingungen, zum Widerrufsrecht und der Bearbeitung von Beschwerden beinhalten.

Kaufabschluss und sichere Bezahlung, was sind hier die Reglen?

Jeder Online-Einkauf unterliegt der Regelung, dass der Käufer, mindestens zwei Mal klicken und eine Bestellübersicht bekommen muss, damit der Kauf rechtskräftig ist und somit zählt. Nach der Bestellung erhält man eine Bestellbestätigung. Die Verkaufs-Websites müssen alle Vorkehrungen treffen, um eine sichere Zahlung zu gewährleisten und vermeiden, dass Bankdaten in falsche Hände geraten.

Wie sieht es mit einem Kauf-Rücktritt aus?

Dieses Rücktrittsrecht erlaubt jedem Verbraucher, seinen Kaufvertrag rückgängig zu machen. Das geht ohne Gründe für die Rückgabe anzugeben und innerhalb von 14 Tagen ab dem Datum der Lieferung. In diesem Fall bekommt man seine Ware zurückerstattet. Den Rückversand muss man selbst bezahlen, es sei denn, der Verkäufer beschließt, diese Kosten zu übernehmen.
Die Bedingungen, die Fristen sowie die Rücktritts-Richtlinien müssen klar auf der Website des Verkäufers angegeben sein. Falls man nicht ausreichend über diese Frist informiert wird, verlängert sich diese 14-Tage-Frist auf bis zu ein Jahr. Ein Rücktritts-Formular muss ebenfalls zur Verfügung gestellt werden.

Wie und wo kann man sich beschweren, falls etwas nicht in Ordnung ist?

Als erstes wendet man sich an den Verkäufer. Die Prozedur hierzu findet man in den Allgemeinen Geschäftsbestimmungen und/oder auf der Seite des Verkäufers. Wenn der Verkäufer sich weigert, kann man an verschiedenen Stellen um Hilfe bitten. An wen man sich wenden sollte, hängt davon ab, ober der Verkäufer seinen Sitz in Belgien, innerhalb oder außerhalb der EU hat.

Quelle: Ramona Mausen, Jugendinfo