Kompass: Europäisches Solidaritätskorps

Gerade in der heutigen Zeit ist „Solidarität“ in aller Munde und spielt eine große Rolle. Vor allem junge Menschen wollen sich für andere Menschen einsetzen, ihre Fähigkeiten weiterentwickeln und sich Gehör verschaffen. Dabei bietet das Europäische Solidaritätskorps Möglichkeiten für junge Menschen, sich international oder auf lokaler Ebene sozial zu engagieren.

Jugendbüro SocialMediaPostings

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Was kann man sich unter dem Namen „Europäisches Solidaritätskorps“ vorstellen?

Das Europäische Solidaritätskorps ist eine Initiative der EU Kommission, die zum Ziel hat, junge Menschen aus ganz Europa zusammenzubringen, damit diese ihren Beitrag zu einem integrativen und gemeinsamen Europa leisten können.
Mit dem ESK kann man sich als junger Europäer oder junge Europäerin zwischen 18 und 30 Jahren im eigenen oder einem anderen Land engagieren. Das geht z.B. in Freiwilligendiensten, mit eigenen Initiativen oder auch Solidaritätsprojekten.

Durch den solidarischen Einsatz entsteht so gesellschaftlicher Zusammenhalt in ganz Europa. Natürlich kann man dadurch auch Auslands- und Arbeitserfahrung für die Zukunft sammeln und viele persönliche Kompetenzen auf- und ausbauen.

Im eigenen Land oder im Ausland warten also tolle Projekte, die Gemeinschaften und Menschen in ganz Europa, aber auch einem selbst zugutekommen.

Das klingt nach vielen Möglichkeiten und Chancen. Welche Vorteile haben Teilnehmende denn konkret?

Das ESK ermöglicht unter anderem:

  • Einzigartige Erfahrungen!
  • Eine finanzielle Unterstützung für das soziales Engagement!
  • Neue Sprache, neue Menschen und Kulturen!
  • Neue Kompetenzen und ein Plus für den Lebenslauf

Was versteht man eigentlich unter Freiwilligendienst?

Während des Freiwilligendienstes engagieren sich junge Menschen für einen Zeitraum von 2 bis 12 Monaten in gemeinnützigen Projekten im In- und Ausland und unterstützen die Arbeit und den Alltag der aufnehmenden Organisation. Sie erfahren, wie das Berufsleben aussieht, und lernen, Verantwortung zu tragen und Engagement zu leben. Mögliche Einsatzfelder für Freiwillige liegen im sozialen, kulturellen oder ökologischen Bereich. Für Jugendliche mit geringeren Chancen besteht außerdem die Möglichkeit, einen Freiwilligendienst von 2 Wochen bis 2 Monaten in Betracht zu ziehen.

Durch den Freiwilligendienst wird der kulturelle Austausch gefördert, von dem nicht nur die Freiwilligen, sondern auch die beteiligten Organisationen und das lokale Umfeld profitieren.

Worum handelt es sich bei den erwähnten Solidaritätsprojekten?

Im Mittelpunkt eines Solidaritätsprojekts steht der Wunsch, eine positive Veränderung in seiner Gemeinde herbeizuführen und Themen wie Partizipation, Diskriminierung, Nachhaltigkeit oder die aktive Bürgerschaft anzusprechen. Ganz konkret kann man beispielsweise Fördergelder für eine Müllsammelaktion oder eine Sensibilisierungskampagne zu gesellschaftsrelevanten Themen beantragen.
Das Themenspektrum ist sehr groß. Die Teilnahme an einem Solidaritätsprojekt ist eine großartige Gelegenheit, seine persönliche und berufliche Entwicklung zu fördern und in seiner eigenen Gemeinde soziale Maßnahmen zu ergreifen.

Wenn sich nun jemand für so ein Angebot des Europäischen Solidaritätskorps interessiert, wo kann man sich informieren?

Ganz einfach im Internet unter bockaufmehr.be oder jugendbuero.be. Die Nationale Agentur im Jugendbüro ist in der DG die beste Anlaufstelle bei Interesse oder Fragen. Die Berater vor Ort können sehr gut weiterhelfen. Natürlich stehen diese auch immer persönlich zur Verfügung, im Moment allerdings nur nach vorheriger Absprache.
Eine weitere zentrale Anlaufstelle mit vielen Informationen auf europäischer Ebene ist aber auch das europäische Jugendportal unter europa.eu/youth.

Infos: Nils Hensen, Jugendbüro