Kompass: Umzug

Ein Umzug ist nicht nur mit Spaß verbunden. Man muss alles unter einen Hut bringen, denn auch die Planung und der Papierkram wollen erledigt werden: mit dem Vermieter, der Bank, Strom- oder Gasanbieter, Versicherungen.

Umzug (Bild: © Bildagentur PantherMedia / EdZbarzhyvetsky)

Umzug (Bild: © Bildagentur PantherMedia / EdZbarzhyvetsky)

Was sollte man vor dem Umzug beachten, wenn man in einer Mietwohnung lebt?

Den alten Vermieter frühzeitig über das Vorhaben Umzug informieren. Hierfür sollte man alle Einzelheiten zur Kündigungsfrist im Mietvertrag nachsehen. In der Regel findet bei einem Auszug eine Wohnungsbesichtigung statt. Dabei schauen Mieter und Vermieter, ob die Wohnung in dem Zustand ist, in dem sie bezogen wurde. Man achte darauf, dabei anwesend zu sein. Auf keinen Fall etwas unterschreiben, mit dem man nicht einverstanden ist. Nur wenn die Wohnung in Ordnung ist, erhält man die Kaution zurück.

Wie sieht es mit bereits abgeschlossenen Verträgen für Nebenkosten aus?

Wenn man eigene Verträge für die Nebenkosten abgeschlossen hat, liest man die Zählerstände ab und kontaktiert die betreffenden Gesellschaften für Wasser, Gas und Strom, um ihnen die Stände zu übermitteln und sie vom Umzug in Kenntnis zu setzen. Ebenfalls die Dienste für Internet, Fernsehen und Telefon sind zu kontaktieren. Es ist auch wichtig, die Versicherung abzuändern oder zu beenden, um sie an die neue Wohnsituation anzupassen.

Was sollte man während des Umzugs berücksichtigen?

Falls dies noch nicht geschehen ist, ist spätestens beim Umzug der Zeitpunkt gekommen, einen Ortsbefund der neuen Wohnung mit dem Vermieter zu machen. Möglichst viele Fotos machen, welche den Zustand der Wohnung beim Einzug widerspiegeln.

Falls man nicht alle Sachen alleine transportieren kann, sollte man Freunde oder Bekannte kontaktieren, um mitzuhelfen. Vielleicht hat auch jemand ein geeignetes Fahrzeug oder einen Anhänger, um den Umzug zu bewerkstelligen.

Was tun, wenn man kein geeignetes Fahrzeug hat?

Ansonsten kann man auch einen Lieferwagen mieten. Bei großen Möbeln oder viel Besitz kann man sich an ein Umzugsunternehmen wenden. Es gibt auch Versicherungen, die das Hab und Gut während des Umzuges absichern.

Wie bekommt man einen geeigneten Parkplatz am Tag des Umzugs?

Man sollte daran denken, einen Parkplatz in der Straße vor seiner Wohnung zu reservieren. Dies macht man bei der Gemeinde. Das Reservieren kann kostenpflichtig sein, erspart aber eine Strafe für Parken auf dem Bürgersteig. Auch wenn man selbst oder die Polizei „Parken verboten“-Schilder aufstellt, muss man selbst darauf achten, dass die reservierten Parkplätze frei bleiben.

Was sollte man nach dem Umzug tun?

Ist man in der neuen Wohnung eingezogen, muss man innerhalb von 8 Tagen der Gemeinde den Umzug melden. Ein Polizist wird innerhalb eines Monats (oft auch schneller) vorbeikommen, um nachzuprüfen, ob man auch wirklich an der angegebenen Adresse wohnt. Danach ist der Wohnsitzwechsel offiziell. Dieser Wohnsitzwechsel muss im Personalausweis und, wenn man ein Fahrzeug besitzt, in den Fahrzeugpapieren vermerkt werden.

Wen muss man sonst noch über den Umzug informieren?

Das Arbeitsamt ist zu informieren, wenn man Arbeitssuchender ist. Den Arbeitgeber oder die Schule, die Gewerkschaft, die Bank, die Versicherung, usw. sollten auch informiert werden. Falls man seinen Hausarzt wechselt, bittet man um Weiterleitung seiner medizinischen Akte. Das Gleiche gilt für gechipte Haustiere. Da muss man die neue Adresse auch dieser Datenbank mitteilen.

Diese Infos und einige nützliche Links sind auf der Internetseite der Jugendinfo unter www.jugendinfo.be zu finden.

Infos: Ramona Mausen, Jugendinfo