Verbrauchertipp: Ostereier färben

Nach dem Lebensmittelskandal von Ferrero, wo eine ganze Reihe von Produkten zurückgerufen wurden, ist jetzt der richtige Zeitpunkt das Ostereierfärben mehr in den Vordergrund zu rücken. Zu Ostern werden traditionsgemäß viele Eier gefärbt und auch verzehrt. Ein Grund, sich einmal etwas näher mit diesem Thema zu befassen..

Ostereier

Was sollte man über Hühnereier wissen?

Auf dem Ei findet man einen Code, der über Herkunft und Größe des Eis sowie über die Art der Hühnerhaltung informiert. Die Verpackung enthält zudem Angaben zur Gewichtsklasse, die von S für small bis XL für ein extragroßes Ei reicht, zum Mindesthaltbarkeitsdatum, zur Qualitätsklasse sowie zur Packstelle. In der Regel wird auf der Verpackung ebenfalls darauf hingewiesen, dass die Eier kühl gelagert werden sollten.

Wie lange halten sich Eier im Kühlschrank?

Eier kann man etwa vier Wochen ab dem Legedatum aufbewahren.  Sie sollten kühl und dunkel lagern, um das Salmonellenrisiko so gering wie möglich zu halten. Am besten werden die Eier in der Verpackung aufbewahrt: zum einen ist auf diese Weise das Mindesthaltbarkeitsdatum leicht überprüfbar, zum anderen schützt die Verpackung die Eier gegen Feuchtigkeit und gegen Gerüche, die durch die poröse Schale in die Eier eindringen können.

Noch ein Tipp zur Lagerung: Eier sollten mit der Spitze nach unten aufbewahrt werden. Wenn die Luftkammer im Ei oben liegt, steigt keine Luft auf und die Membran im Inneren kann sich nicht ablösen. Das Ei bleibt länger frisch und das Eigelb besser an seinem Platz.

Wie lange halten sich bunt gefärbte Eier?

Es gilt zwischen gekauften und selbst gefärbten Eiern zu unterscheiden. Auf gekauften Eiern findet man ein Mindesthaltbarkeitsdatum von bis zu 35 Tagen. Das kommt daher, dass die Eier mit einem farbigen Lack behandelt wurden, mit dem die Eierschale versiegelt wird. Bei selbst gefärbten Eiern hängt die Haltbarkeit davon ab, ob die Schale intakt ist oder nicht und ob die Eier nach dem Kochen abgeschreckt wurden oder nicht.

Nicht abgeschreckte Eier mit intakter Schale halten sich im Kühlschrank maximal 4 Wochen. Abgeschreckte Eier sollten jedoch innerhalb weniger Tage verzehrt werden. Bei ihnen bildet sich durch den Temperaturschock eine Luftschicht zwischen Schale und Ei. Dadurch können Mikroorganismen leichter durch die Schale eindringen.

Sollte man Eier nicht abschrecken?

Das Abschrecken ist ein Irrglaube. Es hat nichts damit zu tun, wie leicht man ein Ei schälen kann, sondern wie alt das Ei ist. Mit der Zeit dringt Luft in das Ei ein und das innere und äußere Schalenhäutchen lösen sich voneinander. Die Schale geht so leichter ab. Problemlos pellen lassen sich Eier nach etwa 10 Tagen. Eier abschrecken ist nur sinnvoll bei weichgekochten Eiern, da durch das kalte Wasser das Innere vom Ei soweit abgekühlt wird, dass das Eigelb nicht nachgart.

Gibt es eine Möglichkeit zu sehen, ob Eier noch frisch sind?

Mit einem kleinen Experiment kann man testen, ob ein Ei frisch ist. Legt man ein ganz frisches Ei in ein Glas Wasser mit etwas Salz, sinkt es auf den Boden. Ein Ei, das an der Oberfläche schwimmt, ist nicht mehr frisch. Die Luftkammer ist so groß, dass sie das Ei nach oben treibt.

Es gibt noch eine zweite Möglichkeit um herauszufinden, ob ein Ei frisch ist. Hierzu braucht man ein gutes Gehör: Bei einem frischen Ei ist das Eiweiß fest. Wenn man ein frisches Ei vorsichtig in der Nähe des Ohrs schüttelt, hört man nichts. Bei einem älteren Ei hört man, wie der Inhalt sich bewegt.

Infos: Bernd Lorch, VSZ Ostbelgien