Kompass: EPALE

Bei EPALE handelt es sich um eine mehrsprachige elektronische Plattform, die sich an die hauptberuflich oder ehrenamtlich in der Erwachsenenbildung tätigen Personen sowie an politische Entscheidungsträger richtet. Mittlerweile zählt diese von der Europäischen Union über das Förderprogramm Erasmus+ finanzierte Online-Community mehr als 115.000 Nutzer.

Welche Art von Informationen werden bereitgestellt?

Auf der Webseite finden die Nutzer Newsbeiträge, Blogs, Ressourcen, Veranstaltungshinweise und Partnerschaftsangebote. Diese unterschiedlichen Formate dienen dazu, den Sektor zu informieren und zu unterstützen, um so die Qualität der Erwachsenenbildung insgesamt zu verbessern. Diese Informationen werden nicht ausschließlich von der EU bereitgestellt. Eine Vielzahl der Beiträge stammt von den Akteuren der Erwachsenenbildung selbst und ist für die Kollegen in ganz Europa bestimmt. Es handelt sich also um ein praxisnahes Informations- und Beratungsangebot.

Welche Themenschwerpunkte werden behandelt?

In diesem Jahr stehen mehrere Themen im Fokus. Dabei geht es um

  • die Kompetenzentwicklung bei Erwachsenen;
  • die Lerngemeinschaften (mit dem Schwerpunkt Verständnis von Lerngemeinschaften in virtuellen, physischen und gemischten Räumen);
  • die Kreativität und Kultur für den Zusammenhalt sowie
  • junge Erwachsene (in Anlehnung an das Europäische Jahr der Jugend)

Neben den Fokuspunkten befasst die Plattform sich fortlaufend mit allen Themen der Erwachsenenbildung wie Lehrmethoden, Anerkennung und Validierung von Kompetenzen sowie Fördermöglichkeiten. Sie reagiert ebenfalls recht schnell und flexibel auf gesellschaftliche Veränderungen. In den letzten beiden Jahren wurden zahlreiche Inhalte bereitgestellt, die den Akteuren der Erwachsenenbildung einen besseren Umgang mit der Corona-Situation erlaubten. Aktuell werden Möglichkeiten aufgezeigt, wie Bildungsinhalte für ukrainische Flüchtlinge angepasst werden können und wie die Krise thematisiert oder über kulturelle Ansätze verarbeitet werden kann.

Wie findet man die Plattform?

Der Interessent gibt einfach den Begriff EPALE ins Browserfenster ein und wird dann zur englischsprachigen Version der Plattform geleitet. Über die Spracheinstellung am oberen rechten Rand des Bildschirms können die Inhalte dann in allen weiteren europäischen Sprachen angesteuert werden. EPALE gibt es übrigens auch als App. Diese lässt sich über den herkömmlichen Store ganz einfach aufs Handy oder Tablett herunterladen. So können die Nutzer auch mobil auf die Inhalte zugreifen.

Können auch ostbelgische Einrichtungen und Organisationen einen Beitrag leisten?

Ja,  auch hierzulande werden in den verschiedensten Bereichen wie Sprachkursen, politischer Bildung, Umweltbewusstsein, Medienkompetenzen und Kultur kreative und innovative Formate angeboten. Die Plattform ist folglich auch für die hiesigen Akteure ein ideales Forum, um über ihre Erfahrungen zu berichten und ihren Aktivitäten Sichtbarkeit zu verleihen.

Wo kann man sich in Ostbelgien über EPALE informieren?

Seit 2015 gibt es eine deutschsprachige Koordinierungsstelle für die Plattform in Ostbelgien. Interessenten können sich an die EPALE Koordinatorin, Chantal Pierlot, im Jugendbüro wenden. Ihre Mailadresse lautet epale@jugendbuero.be. Informationen sind ebenfalls auf der Internetseite des Jugendbüros unter www.jugendbuero.be abrufbar.

Infos: Nils Hensen, Jugendbüro der DG