Verbrauchertipp: Beim Heizen sparen, aber wie?

Die Tage werden kürzer, draußen wird es kälter und die Zeiten, in denen die Wohnung nicht beheizt werden muss, neigen sich langsam dem Ende zu. Wer die nachfolgenden Tipps beherzigt, kann die Heizkosten zumindest etwas in Grenzen halten.

Bernd Lorch von der Verbraucherschutzzentrale

Bernd Lorch von der Verbraucherschutzzentrale (Foto: BRF)

Den  Heizkessel warten

Ein Heizkessel sollte aus einem dreifachen Grund rechtzeitig vor dem Winter gewartet werden. Zum einen handelt es sich um eine gesetzliche Verpflichtung. Zum anderen beugt man dem Risiko vor, im Winter aufgrund einer defekten Anlage plötzlich ohne Heizung dazustehen. Und nicht zuletzt kann dank einer regelmäßig gewarteten Heizungsanlage der Verbrauch um bis zu 5 Prozent gesenkt werden.

Die Heizung richtig einstellen

In der Regel läuft die Heizung nur während fünf bis sechs Monaten im Jahr. Trotzdem verbraucht sie im Durchschnitt 65 bis 70 % der in einer Wohnung benötigten Energie. Das ist mehr, als für alle anderen Verwendungszwecke wie etwa Warmwasserbereitung, Kochen, Elektrogeräte und Beleuchtung zusammen erforderlich ist. Dank eines Raumthermostats ist es möglich, die Temperatur in den Räumen ziemlich genau einzustellen und zu programmieren, wann die Heizung an- und ausgeschaltet werden soll. Das setzt allerdings voraus, dass der Bewohner mit der Funktionsweise des Thermostates vertraut ist.

Auf die Raumtemperatur achten

Die optimale Raumtemperatur bewegt sich dabei im Wohnbereich bei 19 bis 20 °C. Im Badezimmer darf die Temperatur zwei bis drei Grad höher ausfallen, während im Schlafzimmer 15 bis 16 °C als ausreichend gelten. Auch bei einer mehrtägigen Abwesenheit sollte die Raumtemperatur entsprechend angepasst werden. Wer dies befolgt, kann zwischen 10 und 25 Prozent und somit jährlich bis zu 250 € an Heizkosten einsparen.

Die Heizkörper entlüften

Damit Heizkörper optimal heizen können, müssen sie staubfrei sein und darf sich keine Luft in ihnen befinden. Darum sollten sie regelmäßig entlüftet werden. Da durch das Entlüften der Druck im Heizkessel sinken kann, muss der Druck des Heizkessels überprüft und gegebenenfalls auf einen Wert zwischen 1,5 und 2,5 bar angepasst werden. Es gilt auch darauf zu achten, dass Heizkörper nicht zum Wäschetrocknen verwendet oder von Möbeln verdeckt werden.

Zugluft vermeiden

Zumindest indirekt geht viel Energie durch Durchzug verloren. Fenster und Türen verursachen am häufigsten Zugluft. Durch das Anbringen von Bürstenleisten, Zugluftstoppern und Isolierdichtung entlang des Fenster- oder Türrahmens kann dem Problem entgegengewirkt werden. Ein weiterer Helfer sind dicke Vorhänge: Sie halten die Kälte draußen, die von den Fensterscheiben ausgeht. Wenn sich jedoch unter dem Fenster ein Heizkörper befindet, sollten die Vorhänge niemals davor hängen, denn dann wird die ganze Wärme zum Fenster geleitet statt in den Raum. Sind die Vorhänge zu lang, sollte man sie hinter den Heizkörper schieben. Pro abgedichteter Öffnung lassen sich so auf Jahresbasis zwischen 10 und 45 € sparen.

Weitere Infos sind im Netz unter www.vsz.be abrufbar.

Infos: Bernd Lorch, VSZ Ostbelgien