Album der Woche: „Charlie“ von Charlie Puth

Der Mann mit dem perfekten Gehör veröffentlicht sein drittes Studioalbum. In der BRF1-Lifeline (15-18 Uhr).

Charlie - Charlie Puth

Charlie - Charlie Puth (Cover: Atlantic Records)

Auf den ersten Blick ist es leicht, Charlie Puths Musik als Gimmick abzutun. Schließlich ist das der Typ, der die Pandemie damit verbracht hat, auf Instagram Durstfallen aufzustellen und die Aufnahmen zu seinem neuesten Album Charlie mit spastischen, zufälligen Videos auf TikTok und Reels zu dokumentieren.

Der 30-Jährige hat sogar einen Song auf seinem selbstbetitelten Album mit dem Titel „That’s Hilarious“, dessen Text sich zwischen ernst und schräg bewegt wie ein „JK“-Text. Man erwartet fast, dass Puth den Song mit einem lachenden Emoji oder einer Entschuldigung dafür beendet, dass er dich versehentlich auf irgendeine Art und Weise verärgert hat.

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Puth war schon immer einer der gewieftesten Künstler in der Branche und er weiß, wie er die Leute zum Reden bringt, wie seine freizügigen Bilder in den sozialen Medien beweisen. Aber mit Charlie hat der Sänger endlich ein Album, das die Aufmerksamkeit – und Bewunderung – verdient, nach der er sich so verzweifelt zu sehnen scheint.

Mit 12 Tracks, die alle weniger als drei Minuten lang sind, ist Charlie eine gekonnt zusammengestellte Sammlung von Ohrwürmern, die länger im Kopf bleiben als jedes virale Foto oder jeder TikTok-Clip. Auf seinem grandiosen, stimmigen dritten Studioalbum beweist der Mann mit dem perfekten Gehör, dass er auch die perfekte Formel für eine großartige Pop-Platte hat.

 

Atlantic Records