Kompass: Jugendparlament

Mit dem Jugendparlament hat das Parlament der Deutschsprachigen Gemeinschaft gemeinsam mit dem Institut für Demokratiepädagogik und dem Rat der deutschsprachigen Jugend ein Projekt auf die Beine gestellt, bei dem interessierte Jugendliche sich in der Politik engagieren können. Seit einigen Tagen ist die Internetseite zum Jugendparlament online.

Beim Jugendparlament geht es in erster Linie darum, Jugendlichen die Chance zu bieten, einen Einblick in die Arbeit und die Aufgaben des Parlaments zu erhalten. Die jungen Leute erfahren, wie die Politiker arbeiten und wie Sitzungen oder Abstimmungen ablaufen. Ziel ist es, dass untereinander über Themen ausgetauscht wird, die die Jugend aktuell beschäftigen. Aus diesem Austausch sollen dann Handlungsempfehlungen entstehen, die an die Politik gehen.

Für Jugendliche von 16 bis 25

Das Jugendparlament richtet sich an alle Jugendlichen zwischen 16 und 25 Jahren, die in der Deutschsprachigen Gemeinschaft wohnen oder hier eine Bildungseinrichtung besuchen. Voraussetzung ist, dass man sich einerseits für politische Prozesse interessiert und andererseits gerne mit Gleichaltrigen über seine Ideen und Visionen austauscht. Das ist wichtig, da aus den besprochenen Themen schließlich wirkliche Empfehlungen entstehen, die den Politikern in einer Sitzung vorgestellt werden.

Im März geht’s los

Das Ganze startet im März des kommenden Jahres und findet in Form eines Workshops statt. Bei der Anmeldung wählt der Jugendliche aus neun Themen seine drei Favoriten aus. Die drei Themen mit den meisten Stimmen werden an einem Vorbereitungstag (4. März) vorgestellt und genauer erläutert. Alle Teilnehmer stimmen dann gemeinsam ab, welches der drei Themen im Jugendparlament bearbeitet werden soll. Es ist von Social Media und Fake News über Nachhaltigkeit bis mentale Gesundheit oder Integration und Inklusion alles dabei.

Los geht es dann am 17. März. Von Freitag bis Sonntag werden die 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in verschiedenen Arbeitsgruppen das ausgewählte Thema besprechen. Dies geschieht natürlich alles in einem lockeren Rahmen und mit viel Spaß. Im Anschluss an das Jugendparlament wird der für das ausgewählte Thema zuständige Parlamentsausschuss sich mit den verfassten Empfehlungen befassen. Diese werden also nicht nur angehört, sondern anschließend auch in die Parlamentsarbeit einfließen.

Begrenzte Teilnehmerzahl

Insgesamt stehen 40 Plätze zur Verfügung. Prinzipiell gilt, wer sich zuerst anmeldet, bekommt einen Platz. Allerdings soll die Gruppe hinsichtlich Alter, Geschlecht und Wohnort möglichst ausgewogen sein. Unter www.jugendparlament.be finden Interessierte unter anderem alle notwendigen Infos zu den Teilnahmebedingungen und zum Ablauf sowie das Bewerbungsformular und die Kontaktangaben der Ansprechpartner. In den ostbelgischen Schulen sowie in der Jugendinfo und beim RDJ liegen auch Flyer aus.

Infos: Dana Mattar, RDJ