Richtig gießen zur Sommerzeit

Nicht nur der Verkauf von Wasser in Flaschen hat jetzt Hochkonjunktur. Wasser steht bei hochsommerlichen Temperaturen auch für die Pflege von Pflanzen an erster Stelle.

Richtig gießen: Mit diesen Tipps überleben ihre Pflanzen den Sommer

Richtig gießen: Mit diesen Tipps überleben ihre Pflanzen den Sommer

Im Hochsommer ist die richtige Bewässerung von Pflanzen in Töpfen, Kübeln und Balkonkästen Thema für jeden Hobbygärtner. Auch der Zeitpunkt der Bewässerung wird immer wieder mit den unterschiedlichsten Ergebnissen diskutiert.

Grundsätzlich sollten speziell die Pflanzen in Balkonkästen und Kübeln täglich kontrolliert werden. Pflanzen in eingeschränktem Substratvolumen sind auf eine kontinuierliche Wasserversorgung durch Gießen angewiesen.

Besonders die weichlaubigen Pflanzen mit großen Blättern wie z.B. Engelstrompeten, Indisches Blumenrohr oder Hibiskus zeigen sehr schnell einen akuten Wassermangel durch welke, hängende Blätter.

Andere Pflanzen mit festen und hartlaubigen Blättern wie z.B. Palmen, Oleander, Buxus oder Zitruspflanzen zeigen erst sehr spät eine Reaktion, meist in Verbindung mit bereits eingetretenen Blattschäden.

Wieviel gießen?

Neben der klassischen Bewässerung per Gießkanne kann auch ein Wasserschlauch oder sogar eine automatische Bewässerung (Tröpfchenbewässerung) die Pflanzen mit ausreichend Wasser versorgen. Die Menge des Gießwassers richtet sich nach der Größe der Gefäße und nach den Pflanzenarten. Sehr durstig sind z.B. Oleander, Engelstrompeten, Ziertabak oder Tomaten im Topf.

Andere Arten (wie z. B. Geranien, Portulakröschen oder Begonien) sind von Natur aus genügsamer, da sie die Möglichkeit der Wasserspeicherung besitzen.

Wichtig ist, dass überschüssiges Wasser aus dem Gefäß herauslaufen kann. Aus diesem Grunde sind bei allen Gefäßen ein oder mehrere Abzugslöcher erforderlich. Staunässe muss vermieden werden – deshalb sollten keine Untersetzer gebraucht werden, da auch kleinere Mengen von stehendem Wasser zu Wurzelfäule im Topf führen können.

Wann gießen?

Aus fachlichen Gründen sollte in den Morgenstunden gegossen werden, damit die Pflanzen nicht mit feuchten Blättern in die Nacht gehen – das würde den Befall verschiedener Pilzkrankheiten fördern. Auch schützt das Gießen am Morgen die Pflanzen vor einem Wassermangelstress eines heißen Hochsommertages.

Dazu schlägt man den Schnecken noch ein Schnippchen, denn die Feuchtigkeit eines abendlichen Gießens würde ihre Beweglichkeit erheblich fördern.

Franz Beckers

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