Onlinespielsucht – Ein Leben in der virtuellen Welt

Gerade bei Strategiespielen, die Teamarbeit erfordern, ist der Suchtfaktor nicht zu unterschätzen.

Seit der Einführung des Internet hat die Anzahl von Onlinespielen stark zugenommen. Dabei messen oder verbünden sich Spieler in der virtuellen Welt, um mit- oder gegeneinander in Onlinespielen anzutreten.

Die Anzahl der Menschen, die unverhältnismäßig viel Zeit mit solchen Spielen verbringen, hat in den letzten Jahren stetig zugenommen. Gerade bei Strategiespielen, die Teamarbeit erfordern, ist der Suchtfaktor nicht zu unterschätzen.

Uneins

Die Forscher sind sich beim Thema Onlinespielsucht nicht einig, ob es sich dabei um eine tatsächliche Sucht handelt oder ob exzessives Spielverhalten auf andere Probleme hindeutet. So halten einige Forscher das intensive Spielverhalten für das Anzeichen eines bereits vorhandenen Problems, wie zum Beispiel Depression, Einsamkeit, Ängstlichkeit, geringes Selbstwertgefühl oder ähnliches. In jedem Fall gibt es Anzeichen, die auf ein ungesundes Spielverhalten hinweisen. Wenn einige dieser Merkmale bei dir oder bei jemandem in deinem Umfeld auftreten, solltest du handeln.

Merkmale

Spielen geht vor: Computerspielen wird zur wichtigsten Aktivität. Auch wenn nicht gespielt wird, drehen sich die Gedanken oft um das Spiel.

Verdrängung durch Spielen: Durch das Computerspielen werden Probleme aus dem Alltag verdrängt.

Immer mehr: Es wird immer mehr Zeit mit Computerspielen verbracht.

Entzugserscheinungen: Wenn nicht gespielt werden kann, treten Entzugserscheinungen auf wie Nervosität, Unruhe und im Extremfall Zittern, Schwitzen usw.

Kontrollverlust: Der Spieler kann nicht mehr kontrollieren, wieviel Zeit er am Computer verbringt.

Rückfall: Nach Zeiten, in denen weniger oder kontrolliert Computer gespielt wurde, folgt eine Rückkehr zum unkontrollierten Spielen.

Schädliche Konsequenzen: Das exzessive Spielen wirkt sich negativ auf die Leistungen in der Schule und im Beruf aus. Außerdem werden Freunde und Hobbys vernachlässigt.

Euphorie: Beim Spielen wird übermäßige Freude bis hin zur Euphorie verspürt.

Was kann man machen?

Wenn du merkst, dass dein Spielverhalten außer Kontrolle gerät, kannst du einige Tipps befolgen. Versuche, dich an festgelegte Spielzeiten zu halten. Verbringe zwischendurch Tage ohne Onlinespiele. Anstatt dann diese Zeit anderweitig im Internet zu verbringen, solltest du anderen Aktivitäten nachgehen: mache Sport, triff dich mit Freunden, beschäftige dich mit Musik oder erledige einfach die Sachen, die du für Beruf und Schule regeln musst.

Du solltest Hilfe bei Freunden oder Eltern suchen, wenn du das Problem alleine nicht in den Griff bekommst. Außerdem kannst du im SPZ (Sozialpsychologisches Zentrum) www.spz.be Hilfe finden.

Quellen

http://www.internet-abc.de
http://www.netzcheckers.de
http://www.spieleratgeber-nrw.de

Verantwortlicher Herausgeber: David Langela – Infotreff– Aachener Straße 53, 4700 Eupen Tel: 087/ 744 119

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