Herbstzeit: was ist jetzt im Garten zu tun?

Das Gartenjahr neigt sich dem Ende zu. Für den Hobbygärtner steht eine Menge Arbeit an, um den Garten auf den Winter vorzubereiten.

Die ersten Fröste haben die sommerliche Blütenpracht verdorben. Die Blätter von Dahlien und Hortensien sowie alle einjährigen Beet- und Balkonpflanzen haben die ersten Nachtfröste nicht überstanden. Jetzt gilt es, den Garten winterfest zu machen.

Was soll man zurückschneiden?

Zu den Arbeiten gehören in erster Linie ein Rückschnitt verblühter Staudenarten und der so genannte Vorschnitt von Rosen, die um ca. 1/3 eingekürzt werden sollten.

Die Ball- oder Bauernhortensien haben bereits ihre prächtigen Farben verloren. Doch sollte hier nicht zur Schere gegriffen werden, um die Blütenknospen für das nächste Jahr vor der schädlichen Einwirkung der Wintersonne zu schützen. Im Frühjahr lassen sich dann die alten Blütenstände leicht von Hand oberhalb der ersten Blütenknospe abbrechen.

Der letzte Einsatz des Rasenmähers

Auch das geliebte Grün des Zierrasens braucht nunmehr einen letzten Schnitt, der bei mittelhoher Einstellung des Rasenmähers erfolgen sollte.

Im Oktober ist jedoch auch noch eine Düngung erforderlich. Geeignet sind Herbst- oder Winterdünger, die im Fachhandel unter diesen Bezeichnungen zu bekommen sind. Die spezielle Mischung dieser Dünger hat einen erhöhten Anteil Kali, der zur Winterfestigkeit und Gesunderhaltung der Gräser beiträgt. Sollte noch ein Restbestand eines normalen Rasen-Langzeitdüngers vorhanden sein, kann auch der verwendet werden, jedoch mit der Hälfte der angegebenen Dosierung. Auf das Vertikutieren im Herbst sollte verzichtet werden. Diese Arbeit steht im Frühjahr Ende März, Anfang April an. Auch die Bekämpfung von Moos und Unkraut im Zierrasen sollte erst ab Mai wieder durchgeführt werden.

Wie Tomaten noch reif werden können

Bei den Tomaten können die noch unreifen grünen Früchte, die keine Schädigung durch Frost oder Krautfäule erlitten haben, gerettet werden. Mit wenig Aufwand kann eine Nachreifung erfolgen. In den meisten Fällen werden die Früchte an einem kühlen, dunklen Ort aufbewahrt. Es ist ratsam, die Früchte an einem warmen Ort mit mehr als 20° C aufzubewahren. Das Licht oder die Sonne spielt bei der Nachreifung keine Rolle. Es ist erstaunlich, dass unter diesen Bedingungen die Früchte nach 6 ? 7 Tagen nachgereift sind und dass auch das eigene Aroma erhalten geblieben ist. Der Aufbewahrungsort wäre z.B. in einer großen Schale auf dem Hängeschrank der Küche.

Ab ins Winterquartier

Kübelpflanzen sollten jetzt ins Winterquartier umziehen, denn die nächtlichen Temperaturen verursachen Schäden an den besonders empfindlichen Arten wie z.B. Hibiskus, Wandelröschen, Bougainvillea, Kalla oder Enzianbäumchen. Die Pflanzen sollten natürlich ohne Schädlinge und Krankheiten sein. Hier hilft sehr oft zur Beseitigung von Schildlaus und Co. die Schere, die zum beherzten Rückschnitt angesetzt werden sollte. Die Auswahl des Winterquartiers richtet sich nach den örtlichen Gegebenheiten. Es sollte jedoch frostfrei und möglichst hell sein. Die weitere Pflege reduziert sich auf gelegentliches Wässern und die Beseitigung abgestorbener oder verblühter Triebe.

Der Oleander

Besondere Unsicherheit beim Rückschnitt im Herbst besteht beim Oleander. Zu groß gewordene Exemplare oder Pflanzen, die durch Schädlingsbefall ihre Blätter verloren haben, können noch vor dem Einräumen rigoros bis auf ca. 30 cm zurückgeschnitten werden. Bereits im Frühjahr kommt eine Vielzahl von neuen Trieben aus der blattlosen Basis älterer Pflanzen.

An den Triebenden erscheinen in dieser Zeit die Blütenknospen für das nächste Jahr, die bei flüchtigem Hinsehen einen verblühten Eindruck machen. Hier ist natürlich die Schere tabu, denn aus diesen Knospen werden im nächsten Jahr sehr frühzeitig, nämlich zu Beginn des Sommers, die ersten Blüten erscheinen. Allgemeine Schnittmaßnahmen sollten im Frühjahr zum Zeitpunkt des Ausräumens durchgeführt werden, um bessere Bedingungen für den neuen Austrieb zu nutzen.

Es darf auch noch gepflanzt werden

Aber nicht nur Pflege- und Aufräumungsarbeiten stehen zur Zeit im Garten an.

Der Herbst ist eine ideale Zeit zur Pflanzung von Zier- und Obstgehölzen. Der Boden, der durch Niederschläge die erforderliche Feuchtigkeit und noch eine Restwärme birgt, ermöglicht den Pflanzen, noch vor dem Winter kräftige neue Wurzeln zu bilden, die dafür sorgen, dass die Neupflanzungen einen warmen, trockenen Frühling gut überstehen.

Der Fachhandel hält gerade im Herbst noch ein komplettes Sortiment von Arten und Sorten zur Verfügung.

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