Album der Woche: „Cast In Steel“ von A-HA

Mit ihrem brandneuen Album „Cast In Steel“ meldet sich die norwegische Kultformation nun in alter, neuer Stärke aus der selbst verordneten Kreativpause zurück!

Album der Woche: "Cast in Steel" von a-ha

Als a-ha im Dezember 2010 ihr Abschlusskonzert der „Ending on A High Note – Farewell Tour“ im Osloer Spectrum gaben, sollte dies den vorläufigen Endpunkt aller Band-Aktivitäten markieren. Für Sänger Morten Harket, Gitarrist Paul Waaktaar und Keyboarder Magne Furuholmen boten die letzten fünf Jahre die Möglichkeit, sich mannigfaltigen kreativen Projekten zu widmen, sowohl im musikalischen wie im künstlerischen Sinne. Mit ihrem brandneuen Album „Cast In Steel“ meldet sich die norwegische Kultformation nun in alter, neuer Stärke aus der selbst verordneten Kreativpause zurück!

Nach ihrem erfolgreichen und von Kritikern hoch gelobten 2009er Album „Foot Of The Mountain“ wird das mittlerweile zehnte Studio-Album „Cast In Steel” erstmals wieder völlig neue Songs der Band enthalten. „Cast In Steel” ist am 4. September 2015 veröffentlicht worden- drei Wochen bevor das Trio bei dem Megafestival Rock In Rio auftreten wird und dreißig Jahre nach der Veröffentlichung ihrer Debütsingle „Take On Me“, die weltweit die Nummer Eins der Charts erstürmte.

„Es war damals die ernst gemeinte, echte Auflösung der Band”, blickt Morten Harket noch einmal zurück, bevor er sich wieder auf die Gegenwart konzentriert. „Im wahrsten Sinne des Wortes existierte a-ha in der Zeit danach nicht.“ Eine Pause, die den drei Bandmembers hörbar gut getan hat: Ihre Wege kreuzten sich wieder ganz natürlich, wie Paul erklärt: „Es fing ganz einfach und unaufgeregt an. Morten kam an verschiedenen Gelegenheiten bei mir im Studio vorbei; ich spielte ihm dann die Songs vor, an denen ich gerade arbeitete. Er fing hin und wieder an bei einigen Songs, zu denen er eine Verbindung spürte, zu singen, und ließ andere außen vor. So ging das eine ganze Weile, bis wir schließlich 10 oder 12 Tracks zusammen hatten.“

Keine drohenden Deadlines, kein kommerzieller Druck von außen – in kreativer Hinsicht traumhafte Umstände, die Paul an die Anfangszeiten der Band erinnerten: „Das Schöne daran war, dass wir diesen ganzen Prozess unter dem Radar stattfinden lassen konnten; es gab keine Deals, keine Verträge, es waren keine Tourneen geplant oder Zeiten vereinbart – nur der Schatten unserer Bemühungen begleitete uns. Es war genauso wie damals in den 80ern, als wir in der Hütte meiner Eltern begannen. Ein paar Instrumente, ein Song, eine Stimme.“

„Dieses Album zu machen, war tatsächlich eine großartige Erfahrung”, ergänzt Paul, bevor Morten hinzufügt: „Als Paul, Magne und ich uns zusammensetzten, war klar, dass dies eine echte Herausforderung für uns wird. Wir waren nie der Typ Mensch, der gerne zurückblickt – es ist also klar, dass wir dies nur tun, weil wir uns sicher sind, dass wir etwas völlig Neues erschaffen können. Die Songs müssen gut sein – dieser Maßstab war immer derselbe“.

Eine Messlatte, die a-ha auf „Cast In Steel“ heute noch ein Stückchen höher legen, wie das Trio schon auf dem eindringlich-getragenen Opener/Titeltrack beweist: Verspielte Harmonien treffen auf bombastisch arrangierte Melodien mit sofortigem Wiedererkennungswert. a-ha klopfen melancholisch lächelnd ans Fenster; einem guten Bekannten gleich, den man jahrelang nicht mehr gesehen, respektive gehört hat. Ebenso tief lassen Morten und Co. auf der ersten Single „Under The Makeup“ blicken: Eine berührende Bombast-Pop-Ballade, auf der man einmal mehr sein untrügliches Gespür für mitreißende Hooklines und eine gefangen nehmende Gänsehaut-Atmosphäre demonstriert. Auf die Tanzfläche laden die Norweger dagegen mit dem ansteckenden Electro-Pop-Ohrwurm und Instant-Klassiker „Forest Fire“, auf dem man sich so catchy und packend wie eh und je gibt. Statt wie viele ihrer Kollegen auf einen dezenten Retro-Charme zu setzen, haben sich a-ha auf „Cast In Steel“ von Grunde auf modernisiert, ohne auf lieb gewonnene Sound-Trademarks zu verzichten. „Cast In Steel“ setzt dort an, wo ihr letztes Studioalbum aufhörte – der Sound einer entspannten und erfrischten Band, die im Reinen mit sich selbst ist.

Ihr neues Album werden a-ha auch ab April 2016 auf fünfzehn Konzertterminen in Deutschland, der Schweiz und Österreich live präsentieren; weitere internationale Termine sind momentan in Planung. Infos über die Tourneetermine gibt es auf a-ha.com.

BRF1 präsentiert „Cast in Steel“ in der Lifeline in der 37. Kalenderwoche von montags bis freitags zwischen 15 und 18 Uhr.

Text und Cover: Label Surco Rec.

Kommentar hinterlassen
Keine Kommentare
Kommentar hinterlassen

Ihre Email-Adresse wird niemals veröffentlicht!
Pflichtfelder sind mit * gekennzeichnet.
Bitte beachten Sie unsere Richtlinien zu Kommentaren.

Restl. Anzahl Wörter: 150