Kompass: mit eTwinning Primar- und Sekundarschulen vernetzen

Das Jugendbüro in Eupen kümmert sich unter anderem um das Programm Erasmus+. Eine Initiative dieses europäischen Programms ist eTwinning. Was genau dahinter steckt, erklärt Johanna Knops vom Jugendbüro.

eTwinning Award Gewinner Gemeindeschule Raeren (Foto: Mike Cormann)

eTwinning Award Gewinner Gemeindeschule Raeren (Foto: Mike Cormann)

Was ist eTwinning?

„e“ steht für „elektronisch“ und „Europa“ und „Twinning“ für „Partnerschaft“, das kommt vom Englischen „twin“ und heißt Zwilling.

eTwinning ist ein Netzwerk, dass zum EU-Programm Erasmus+ gehört und Primar-und Sekundarschulen aus Europa über das Internet miteinander verbindet. Es geht dabei um virtuelle Partnerschaften, um gemeinsame Projekte und kreative Ideen, die Schulen und Lehrer im Unterricht nutzen können.

Ein Netzwerk für Lehrkräfte

Ja, aber auch Schüler arbeiten mit eTwinning.

Man kann sich das so vorstellen, dass sich ein Lehrer aus der Deutschsprachigen Gemeinschaft mit einem oder mehreren europäischen Kollegen ein Projekt ausdenkt und dieses dann gemeinsam mit den Kollegen und Schülern der Partnerklassen durchführt. Es ist also eine Projektarbeit, bei der sich alle Beteiligten virtuell austauschen und gemeinsam an einem Thema arbeiten. Das Thema und die Dauer des Projektes können von den Lehrkräften frei gewählt werden. Man kann sich z.B. seine Heimat gegenseitig vorstellen und Fächer wie Geschichte, Geografie, Sprachen oder auch Mathematik damit verknüpfen.

Beispiel Mathematik

Da gibt es viele Möglichkeiten und gerade der Kreativität sind bei eTwinning keine Grenzen gesetzt. Man könnte z.B. die Entfernung der Heimatstädte oder Länder errechnen oder die Bevölkerungszahlen vergleichen und dabei gleichzeitig den Dreisatz oder das Prozentrechnen üben.

Als Hilfe gibt es viele digitale Werkzeuge, so genannte „Tools“, mit denen man dies auch grafisch darstellen kann, oder man macht z.B. mit seinen Partnern ein Quiz oder Rätsel über seine Heimatstadt oder sein Heimatland. Die gesamte Kommunikation verläuft über eine gesicherte Plattform, wo also nur Personen Zugriff haben, die am Projekt beteiligt sind.

Erwerb von Kompetenzen

Kompetenzen, die im Lehrplan vorgesehen sind, können mit eTwinning verknüpft werden, aber es geht vor allem darum, dass durch den länderübergreifenden Kontakt zwischen Schülerinnen und Schülern sowie zwischen Lehrkräften die Toleranz und das Verständnis für andere Kulturen gefördert wird.

Kommunikation nur online

Für die Schüler ja. Lehrer können sich entweder im Lehrerbereich der Plattform austauschen oder sie können sich auch persönlich kennenlernen. Es gibt Veranstaltungen, die europaweit organisiert werden und für Lehrer kostenlos sind. Im März finden wieder drei interessante Veranstaltungen statt. Die Anmeldefristen dazu sind bereits im Februar.

  • Zum einen der „eTwinning Belgica“-Workshop für Primar- und Sekundarschullehrer in Brüssel, wo es darum geht, innerbelgische eTwinning Projekte ins Leben zu rufen.
  • Zum anderen ein europäischer Workshop zur beruflichen Weiterbildung in Kopenhagen. Dort ist Thema, wie man Schülern die Kompetenzen des 21. Jahrhunderts theoretisch und praktisch vermitteln kann. Zielgruppe sind die Sekundarschullehrer der Unterstufe.
  • Zuletzt ein Kontaktseminar in Zandvoort aan Zee, in den Niederlanden, für Lehrkräfte aller Fächer von berufsbildenden Schulen, um gemeinsam mit anderen Lehrkräften aus den Grenzregionen ein eTwinning-Projekt rund um die Themen „Müllvermeidung, Nachhaltigkeit“ etc. zu gründen.

Infos und Anmeldungen

Auf der Internetseite des Jugendbüros unter jugendbuero.be/eTwinning sind die geplanten Veranstaltungen aufgelistet. Interessenten können sich auch telefonisch oder per Mail an dieTwinning Koordinatorin Valérie Toussaint wenden.

Infos: Johanna Knops, Jugendbüro Eupen

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