Kompass: Das Europäische Solidaritätskorps

Europäisches Solidaritätskorps – so nennt sich ein neues Programm der Europäischen Union, das sich an Jugendliche zwischen 18 und 30 Jahren richtet und voraussichtlich im Herbst 2018 in Kraft treten wird. Die Umsetzung dieses Programms für die Deutschsprachige Gemeinschaft liegt – wie auch Erasmus+ – in der Verantwortung des Jugendbüros. Johanna Knops mit den Infos.

Solidaritätskorps der EU

Das Europäische Solidaritätskorps

Das Europäische Solidaritätskorps ist eine neue Initiative der EU mit dem Ziel, jungen Menschen die Möglichkeit zu bieten, sich in solidarischen Projekten zu engagieren und somit einen Beitrag für die Gesellschaft und das Gemeinwohl zu leisten. Zudem ermöglicht das Programm den jungen Menschen wichtige Kompetenzen und Fähigkeiten für ihre persönliche, soziale und berufliche Entwicklung zu erwerben.

Das Programm

Auch wenn die Diskussionen auf europäischer Ebene zu den genauen Details des Programms noch nicht abgeschlossen sind, so ist bereits klar, dass sich Jugendliche im Alter zwischen 18 und 30 Jahren im Rahmen von drei Leitaktionen im In- und Ausland engagieren können:

  • Die Freiwilligentätigkeit: Ähnlich wie beim Europäischen Freiwilligendienst, der sicherlich vielen unter dem Kürzel EFD ein Begriff ist, können junge Menschen sich bei dieser Leitaktion für einen Zeitraum von 2 bis 12 Monaten ehrenamtlich in einer der vielen anerkannten Partnerorganisationen des Programms engagieren. Neben Projekten im Sozialbereich sind z.B. auch Tätigkeiten im Kultur- oder Umweltbereich möglich. Es werden Reisekosten und Unterkunft bezahlt und die Jugendlichen erhalten ein Taschengeld. Der EFD geht sozusagen im Europäischen Solidaritätskorps auf und das auch mit möglichst wenig Änderungen. Die anderen Leitaktionen sind jedoch neu. Den Schwerpunkt des Solidaritätskorps werden aber die Freiwilligentätigkeiten darstellen.
  • Die Leitaktion Job und Praktikum: Hier sind die grundlegenden Bedingungen wie Dauer, Art der Projekte, etc. ähnlich wie bei den Freiwilligentätigkeiten. Der große Unterschied liegt jedoch darin, dass es sich hierbei um ein entschädigtes Praktikum oder einen bezahlten Job handelt. Auch hier werden anfallende Reisekosten zurückerstattet, jedoch müssen die die Mietkosten zum Beispiel selber getragen werden, da die jungen Menschen ja auch ein reguläres Gehalt bekommen.
  • Die Leitaktion Solidaritätsprojekte: Dort können Gruppen von mindestens fünf jungen Menschen in ihrem Land auf lokaler Ebene Solidaritätsprojekte auf die Beine stellen und diese zwei bis zwölf Monate lang betreuen.

Teilnahme

Der erste und auch zugleich wichtigste Schritt ist die Registrierung auf dem Portal des Solidaritätskorps. Sie ist verpflichtend, um mitzumachen. Ab dem Alter von 17 Jahren können die Jugendlichen dort ein Bewerbungsprofil anlegen, Freiwilligenprojekte und Jobangebote suchen sowie Organisationen kontaktieren oder von ihnen kontaktiert werden.

Den Link zum Portal findet man unter solidaritätskorps.be

Neben der Registrierung auf dem Online-Portal ist es auch notwendig, Kontakt mit dem Infotreff in Eupen aufzunehmen, da er als anerkannte Entsendeorganisation in Ostbelgien nicht nur bei der Registrierung hilft, sondern auch bei der Suche nach Aufnahmeorganisationen und der späteren Beantragung.

Infos

Der Infotreff in Eupen ist ein wichtiger Ansprechpartner für alle Jugendlichen, die sich im In- oder Ausland engagieren möchten. Als Nationale Agentur für das Europäische Solidaritätskorps steht aber auch das Jugendbüro gerne für Informationen zur Verfügung. Telefonnummer: 087 / 56 09 79

Infos: Johanna Knops, Jugendbüro Eupen

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