Kompass: EU-Programm „Jugend in Aktion“

Mitmachen beim EU-Programm "Jugend in Aktion" ist keine Zeitverschwendung. Denn egal ob Jugendliche an einer Jugendinitiative, einem internationalen Jugendaustausch oder einem Freiwilligendienst im Ausland teilnehmen, so viel im und für‘ s Leben lernt man wohl selten. "Jugend in Aktion" fördert europäische Bildungsangebote außerhalb von Schulen und Hochschulen. In fünf Aktionsbereichen können Jugendliche, gemeinnützige Vereine und Einrichtungen der Jugendarbeit Projektgelder beantragen.

Jugendliche im Seilgarten

Jugendliche im Seilgarten

„Jugend in Aktion“ ist das europäische Jugendprogramm für alle Jugendlichen zwischen 16 und 30. Es bietet ihnen die Chance in Europa Erfahrungen zu sammeln, zum Beispiel im Rahmen eines Freiwilligendienstes, bei Jugendbegegnungen oder bei der Umsetzung eigener Projektideen. Wichtig ist, um an „Jugend in Aktion“ teilzunehmen sind praktisch keine Voraussetzungen zu erfüllen, es betrachtet nur das Alter und (erste) Fremdsprachenkenntnisse.

Es stehen mehrere Aktionen zur Verfügung, in denen Jugendliche die Möglichkeit haben, Lernerfahrungen für das Leben zu sammeln. So kann man zum Beispiel einen Freiwilligendienst in Spanien, Rumänien oder Dänemark oder anderswo in Europa machen. Auch Gruppen von Jugendlichen haben ihre Aktion. Diese können zum Beispiel einen Jugendaustausch in Zusammenarbeit zum Beispiel mit einem Sport- oder Musikverein organisieren. Wenn eine Gruppe von Freunden eine Idee für ein Projekt hat, kann dieses im Rahmen einer Jugendinitiative bezuschusst werden. Für alle Projekte sind einige tausend Euro an Fördermitteln zu erhalten.

Am Anfang eines Projekts steht immer eine Idee. Wer also im Ausland Erfahrungen sammeln möchte, der sollte sich überlegen, in was für einem Projekt, was für einer Organisation er arbeiten möchte. Die Dauer und das Land in welches man gehen möchte, spielen natürlich auch eine wichtige Rolle. Erste Orientierung findet man auf der Webseite jugendbuero.be im Bereich „Raus von zu Hause“. Nachdem man sich dort schon ein paar Infos beschafft hat, sollte man Kontakt mit dem Jugendbüro oder dem JIZ St. Vith oder dem Infotreff in Eupen aufnehmen. Dort gibt es Personen, die in einem persönlichen Gespräch das Projekt mit einem weiterentwickeln können.

Was den Freiwilligendienst angeht, so sind JIZ und Infotreff auch bei der konkreten Projektsuche gerne behilflich.

Zeit sehr wichtig

Die Zeit spielt eine nicht unwichtige Rolle. Als Faustregel kann man sagen, dass man um ein gutes Projekt auf die Beine zu stellen, mindestens mit drei Monaten, eher aber mit sechs Monaten rechnen sollte. Man darf nicht vergessen, dass ein bis zu einem Jahr dauernder Freiwilligendienst viel Vorbereitung bedarf. Auch wenn man zum Beispiel eine internationale Jugendbegegnung – einen Jugendaustausch – plant, muss man sich ja mit den Partnern in anderen Ländern abstimmen, auch das benötigt Zeit. Je besser die Vorbereitung ist, desto mehr Aussicht auf Erfolg hat das Projekt.

„Jugend in Aktion“ bietet die Chance, tolle Projekte auf die Beine zu stellen, man sollte sich von den technischen Notwendigkeiten nicht abhalten lassen, denn dafür gibt es Hilfe. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Jugendbüros beraten gerne zu den Möglichkeiten, die „Jugend in Aktion“ bietet. Alle Infos findet man auf jugendbuero.be.

Text und Bild: Jugendbüro der Deutschsprachigen Gemeinschaft