Fatima Farheen Mirza: Worauf wir hoffen

Der Versuch einer Antwort darauf, was unsere Familien im Innersten zusammenhält. Ein Roman von behutsamer Konsequenz, entwaffnend empathisch und am Ende, bei aller Tragik, zutiefst versöhnlich. Der BRF-Buchtipp am 8. April.

Fatima Farheen Mirza: Worauf wir hoffenDie Schriftstellerin Fatima Farheen Mirza war schon sehr überrascht, als sie in der New Yorker U-Bahn den Anruf erhielt, der ihr Leben verändern sollte: Am anderen Ende der Leitung war Sarah Jessica Parker. Die berühmte Schauspielerin hat einen kleinen Buchverlag gegründet und will den Debütroman von Fatima veröffentlichen. Jetzt ist das Buch auch auf Deutsch erschienen unter dem Titel „Worauf wir hoffen“. Es gibt nicht viele Romane, die das Leben von Muslimen im Westen erforschen. Dieser tut es! Die Geschichte spielt im Amerika nach den Anschlägen vom 11. September, in einer Zeit, in der in jedem Muslim ein Terrorist vermutet wird und von einem Mann, der sich nichts sehnlicher wünscht, als Zugehörigkeit.

Amar, sensibel, aufrührerisch, hat es sich nicht ausgesucht, einziger Sohn und Stolz der Familie zu sein. Wenn er gegen seine muslimischen Eltern rebelliert, ist es seine ältere Schwester Hadia, die ihn schützt. Bis sie sich fragt: wovor eigentlich? Vor den Möglichkeiten, die sie als junge Frau nicht hat? Nach einem Streit mit dem Vater läuft Amar von zu Hause weg. Und Hadia nimmt nach und nach seinen Platz ein. Als junger Mann kehrt er anlässlich der Hochzeit seiner Schwester Haida überraschend erstmals nach Kalifornien zurück, es ist eine Hochzeit aus Liebe und gegen die Gebote der muslimischen Tradition. Es ist nicht einfach, aber die Familie versucht, mit Selbstbewusstsein und einem neuen Selbstverständnis in die Zukunft zu gehen. Als Amar jedoch seine Jugendliebe Amira trifft, kommt ein Geheimnis ans Licht, und es wird klar, wie hoch der Preis ist, den alle für diese Zukunft zu zahlen bereit waren, alle – außer Amar.

Gibt es eine Eifersucht, die verzweifelter ist, als die unter Geschwistern? Müssen wir die Welt unserer Eltern erst akzeptieren, bevor wir uns daraus befreien können? „Worauf wir hoffen“ ist der Versuch einer Antwort darauf, was unsere Familien im Innersten zusammenhält. Ein Roman von behutsamer Konsequenz, entwaffnend empathisch und am Ende, bei aller Tragik, zutiefst versöhnlich.

Stimmen zum Buch

„“Worauf wir hoffen“ ist ein strahlend imaginierter, vollendeter Roman über fast alles, was uns etwas bedeutet: Liebe, Familie, Glaube, Freiheit, Reue, Vergebung. Fatima Farheen Mirza ist eine überwältigende neue Stimme.“ Anthony Marra, Schriftsteller

„Fatima Farheen Mirza nimmt Sie mit Haut und Haaren gefangen und tut dies mit einer Dringlichkeit, die Sie einfach zwingt, weiterzulesen. Ich verspreche jedem: Wenn er dieses Buch am Ende zuschlägt, wird er ein anderer sein.“ Sarah Jessica Parker, Schauspielerin und Verlegerin

Autorin

Fatima Farheen Mirza

Autorenbild: Jürgen Frank

Fatima Farheen Mirza, 1991 geboren, wuchs in Kalifornien auf und begann schon während ihrer Kindheit mit dem Schreiben. Ihren Roman „Worauf wir hoffen“ begann sie bereits mit 18 Jahren. Durch dieses Projekt entschloss sich Fatima Schriftstellerin zu werden und den Roman zu Ende zu schreiben.

Fatima studierte am renommierten Iowa Writers‘ Workshop und lebt heute in New York. Mit nur 26 Jahren beendete sie ihren Roman, der bei seiner Veröffentlichung in den USA bereits viel mediale Aufmerksamkeit erhalten hat.

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Buchdetails

Fatima Farheen Mirza: Worauf wir hoffen
Originaltitel: A Place for us
aus dem amerikanischen Englisch von Sabine Hübner
480 Seiten – 24,00 Euro
ISBN 978-3-423-28176-8
neu erschienen im dtv Verlag

Alle Bücher unseres BRF1-Buchtipps sind bei Logos und Thiemann erhältlich.
Buchtipp-Redakteurin: Biggi Müller

Biggi Müller

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