Ingrid Noll: Goldschatz

Eine liebevolle und ironische Kriminaltragödie zum Thema "Wegwerfgesellschaft". Der BRF-Buchtipp am 17. Juni.

Ingrid Noll: Goldschatz (Hörbuch-Cover: Diogenes Verlag)

Hörbuch-Cover: Diogenes Verlag

Die Schriftstellerin Ingrid Noll ist jetzt 83 Jahre alt. Und wenn es bei der Tradition in der Familie bleibt, dann kommen noch viele Jahre hinzu, denn ihre Mutter wurde 106. Und sie schreibt immer noch frisch witzig-ironisch, wie das die Fans der Bestseller-Autorin seit dem ersten Roman 1991 von ihr kennen. Ingrid Nolls neuester Roman heißt „Goldschatz“ und genau das ist er auch: ein absolutes Lese- bzw. Hörvergnügen.

Die Mitglieder des Klubs „Gegenstrom“ stellen sich gegen übertriebenen Konsum und kämpfen für die Wiederverwertung von Sachen. Eine von ihnen, Trixi, studiert in Heidelberg – sie will Sonderschullehrerin werden. Trixis Eltern haben gerade ein altes Bauernhaus in Mannheim von einer Tante geerbt.

Und Tante Emmas altes Bauernhaus soll nicht abgerissen, sondern in eine alternative Studenten-WG verwandelt werden. Die Studenten wollen der Wegwerf-Gesellschaft zeigen, dass es auch anders geht. Beim Ausmisten und Putzen stoßen sie auf allerhand seltsame Fundstücke. Gruseliges, wie menschliche Knochen im Gemüsegarten, aber auch so manchen Flohmarktartikel, den man zu Geld machen kann. Und schließlich kommt ein Goldschatz wie gerufen für die aufwendige Renovierung. Allerdings ist da noch jemand, der die Goldmünzen für sich beansprucht: ihr kauziger alter Nachbar. Die jungen Leute, die dem Konsumrausch doch eigentlich widerstehen wollen, vergessen zusehends ihre hehren Ideale, es kriselt in der neugegründeten WG – mit tragischen Folgen.

Ingrid Noll kommt auch in diesem Roman nicht ganz ohne Kriminalistik aus, vordergründig setzt sich „Goldschatz“ aber mit dem sozialkritischen Thema der Wegwerfgesellschaft auseinander.

Stimmen zum Buch

„Erwachsenwerden war zu allen Zeiten schwierig. Ich denke, dass es die heutige Jugend trotz oder sogar wegen größerer Freiheiten und Wahlmöglichkeiten nicht leichter hat, als meine Generation oder die meiner Kinder.“ Ingrid Noll

„Goldschatz ist ein Buch übers Erwachsenwerden, die zeitgenössische Jugend, ihre Wünsche und Schwierigkeiten sowie überhaupt über typisch menschliche Schwächen.“ Mannheimer Morgen

„Ingrid Noll schreibt federleicht, doch ihre Worte machen nachdenklich. Gute Unterhaltung für alle Generationen.“ Bild Zeitung, Berlin

Autorin

Ingrid Noll (Bild: Renate Barth /Diogenes Verlag)

Bild: Renate Barth /Diogenes Verlag

Ingrid Noll, geboren 1935 in Shanghai, studierte in Bonn Germanistik und Kunstgeschichte. Sie ist Mutter dreier erwachsener Kinder und vierfache Großmutter. Nachdem die Kinder das Haus verlassen hatten, begann sie Kriminalgeschichten zu schreiben, die allesamt zu Bestsellern wurden. 2005 erhielt sie den Friedrich-Glauser-Ehrenpreis der Autoren für ihr Gesamtwerk. Ihre Werke werden auch verfilmt, zum Beispiel „Die Apothekerin“ mit Katja Riemann in der Titelrolle.

Ingrid Noll lebt mit ihrem Mann in Weinheim.

Gewinnspiel

brf1.be verlost zwei Hörbücher:
Frage: Wieviele Kohleöfen gibt es im Haus?
Lösung: zwei Kohleöfen

Die Gewinner sind Elke aus St. Vith und Astrid aus Amel.

Bitte beachten Sie unsere Datenschutzbestimmungen. Mit Ihrer Teilnahme am Gewinnspiel erklären Sie sich mit den BRF-Datenschutzbestimmungen einverstanden. Der BRF veröffentlicht den Vornamen und Wohnort des Gewinners/der Gewinner. Wenn Sie als Teilnehmer damit nicht einverstanden sind, teilen Sie uns dies bitte unter Nennung des Gewinnspiels per Mail datenschutz@brf.be mit. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen!

Buchdetails

Ingrid Noll: Goldschatz
ungekürzte Lesung von Luise Helm
5 CDs – 25,00 eURO
ISBN 978-3-257-80402-7
neu erschienen im Diogenes Verlag

Alle Bücher unseres BRF1-Buchtipps sind bei Logos und Thiemann erhältlich.
Buchtipp-Redakteurin: Biggi Müller

Biggi Müller

Kommentar hinterlassen
Keine Kommentare
Kommentar hinterlassen

Ihre Email-Adresse wird niemals veröffentlicht!
Pflichtfelder sind mit * gekennzeichnet.
Bitte beachten Sie unsere Richtlinien zu Kommentaren.

Restl. Anzahl Wörter: 150