Lia Tilon: Der Archivar der Welt

Albert Kahn hatte die Vision, dass Fotografien helfen, damit sich Völker besser verstehen und in Frieden leben können. Lia Tilons Roman erzählt die abenteuerliche Reise eines ehemals reichen Bankiers nach einer wahren Begebenheit und die Geschichte über eine Freundschaft zweier ungleicher Männer. Der BRF-Buchtipp am 13. Januar.

Lia Tilon: Der Archivar der Welt (DTV)Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war der Pariser Bankier Albert Kahn einer der reichsten Männer Europas. Albert Kahn nutzte sein Vermögen, um ein riesiges Film- und Fotoprojekt anzulegen: „Les Archives de la Planète“.

Kaum hatten die Brüder Lumière das Autochromverfahren für Farbdias erfunden, vergab Kahn Fotoaufträge und entsendete ein Dutzend Fotografen in etwa fünfzig Länder, die verschiedene kulturelle Realitäten festhalten sollten. Es wurden 72.000 Bilder aus aller Welt. Als die niederländische Schriftstellerin Lia Tilon über das Leben von Albert Kahn recherchierte, kam ihr die Idee zum Roman „Der Archivar der Welt“.

Eigentlich ist Alfred Dutertre der Chauffeur des Pariser Bankiers Albert Kahn. Jetzt soll er für ihn zum Fotografen werden: Kahn plant ein Archiv der Welt in Bildern, ein Projekt für den Frieden, das die Völker der Erde näher zusammenbringen soll. Dutertre und Kahn brechen auf zu einer Reise, nach Japan, Hawaii, in die Mongolei.

Als Kahn sein Vermögen in der Weltwirtschaftskrise 1929 verliert und sich schwer krank zurückzieht, bleibt Dutertre an seiner Seite, und in über 72.000 Fotos blicken sie gemeinsam zurück. Nach einer wahren Begebenheit erzählt „Der Archivar der Welt“ die Geschichte eines großen humanistischen Abenteuers und von der Freundschaft zweier ungleicher Männer.

Albert Kahn starb 1940 völlig verarmt in Boulogne-Billancourt. Sein Archiv, zu dem auch mehrere hundert Stunden Filmmaterial gehören, wird heute im Albert-Kahn-Museum in Paris verwaltet.

Autorin

Autorin Lia Tilon (Bild: Jildiz Kaptein)

Autorin Lia Tilon (Bild: Jildiz Kaptein)

Lia Tilon, geboren 1965 in Broek in Waterland, stieß im Zuge einer Recherche zu Albert Kahn auf die Tagebücher seines Chauffeurs Alfred Dutertre, und die Idee zu ihrem Roman „Der Archivar der Welt“ war geboren. Es ist ihr vierter Roman und der erste, der ins Deutsche übersetzt wurde. Lia Tilon lebt in Spanien.

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Lösung: Juli 1908

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Buchdetails

Lia Tilon: Der Archivar der Welt
Originaltitel: Archivaris van de wereld
aus dem Niederländischen von Ulrich Faure
272 Seiten – 22,00 Euro
ISBN 978-3-423-28196-6
Neu erschienen im dtv Verlag

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Buchtipp-Redakteurin: Biggi Müller

Biggi Müller

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