John Grisham: Das Manuskript

Ein Wirbelsturm zieht über eine kleine Insel vor Florida. Als er überstanden ist, sind mehrere Menschen tot. Zumindest ein Todesfall ist verdächtig. Der neue Grisham kommt ganz ohne Anwälte und Gerichtssäle aus. Der BRF-Buchtipp am 12. Oktober.

John Grisham ist mit Thrillern über Anwälte und Gerichtsverhandlungen weltweit erfolgreich. Mitunter nutzt er aber auch die Freiheit, die ihm sein Erfolg ermöglicht, um Romane zu schreiben, in denen Anwälte und Gerichte keine Rolle spielen.

Auf einer kleinen Urlauberinsel vor der Küste Floridas lässt John Grisham seinen neuen Roman „Das Manuskript“ beginnen. Ein ganz entspanntes Leben können der Buchhändler Bruce Cable und zahlreiche Krimischriftsteller in dem Ferienparadies Camino Island führen. Durch zwielichtige Geschäfte, die Grisham vor ein paar Jahren für den Roman „Das Original“ erdacht hatte, ist Cable finanziell abgesichert. So kann er sich ganz seinen Freunden und ihren Büchern widmen.

Dieses Idyll wird von „Leo“ gestört. Der Roman verfolgt genau, wie sich der Sturm über dem Atlantik aufbaut und schließlich als schwerer Hurrikan der Kategorie vier auf Camino Island trifft. Die meisten Bewohner haben rechtzeitig die Insel verlassen, aber ein paar Bewohner sind doch geblieben, darunter Bruce Cable.

Der Sturm richtet gewaltige Schäden auf der Insel an, aber Bruce kommt mit dem Schrecken davon. Sein Freund Nelson Kerr, ein ehemaliger Anwalt, der zum Thrillerautor geworden ist, hat den Sturm nicht überlebt. Aus irgendeinem Grund ist er offenbar mitten im Sturm in seinen Garten gelaufen und von herumfliegenden Trümmerteilen erschlagen worden. Während Bruce Cable sich noch fragt, warum sein Freund sich in solche Gefahr gebracht hat, entdeckt ein Nachbar Hinweise, dass nicht alles mit rechten Dingen abgelaufen sein könnte. Das deutlichste Zeichen: Das Manuskript des Thrillers, an dem Nelson Kerr gerade gearbeitet hat, ist nirgendwo zu finden. Liegt in dem Roman der Schlüssel verborgen?

Die Polizei interessiert sich nicht weiter für den Todesfall und tut ihn als Unfall ab. Aber Bruce will die Sache nicht auf sich beruhen lassen und hat auf abenteuerlichen Wegen schließlich den Text vor Augen.

Wer in „Das Manuskript“ einen klassischen Grisham-Roman erwartet, wird eine Überraschung erleben. Nicht nur, dass es keine Anwälte und Gerichtsszenen gibt, das Buch verzichtet auch weitgehend auf den moralischen Zeigefinger, den Grisham häufig hebt. „Das Manuskript“ ist ein unterhaltsamer Krimi um eine Mördersuche vor netter Kulisse und mit interessanten Nebenaspekten.

Autor

John Grisham, 1955 im US-Bundesstaat Arkansas geboren, hat über dreißig Romane geschrieben, die ausnahmslos Bestseller sind. Zudem hat er ein Sachbuch, einen Erzählband und sieben Jugendbücher veröffentlicht. Seine Bücher wurden in mehr als vierzig Sprachen übersetzt. Er lebt in Virginia.

John Grisham (Bild: Michael Lionstar)

John Grisham (Bild: Michael Lionstar)

Gewinnspiel

BRF1.be verlost zwei Bücher.

Gewinnfrage: Wie lange lebt Bruce schon auf Camino Island?

Gewinner sind Henning aus Speicher und Arlette aus Maldingen.

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Buchdetails

John Grisham: Das Manuskript
Originaltitel: Camino Winds
aus dem Amerikanischen von Bea Reiter
368 Seiten  – 22,00 €
ISBN 978-3-453-27306-1
neu erschienen im Heyne Verlag

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Buchtipp-Redakteurin: Biggi Müller

Biggi Müller