Bernhard Schlink: Abschiedsfarben

Neun Geschichten über das Gelingen und Scheitern der Liebe, über Vertrauen und Verrat, über bedrohliche und bewältigte Erinnerungen und darüber, wie im falschen Leben oft das richtige liegt und im richtigen das falsche. Der BRF-Buchtipp am 19. Oktober.

Der Buchtipp auf BRF1 (Bernhard Schlink: Abschiedsfarben)

Bestseller-Autor Bernhard Schlink hat einen neuen Erzählband veröffentlicht. In „Abschiedsfarben“, so der Titel, hat sich der 76-Jährige, der mit dem verfilmten Buch „Der Vorleser“ weltberühmt wurde, mit Schuld, Abschied und Trauer beschäftigt. Dabei schreibt er über das Gelingen und Scheitern der Liebe, über Vertrauen und Verrat, über bedrohliche und bewältigte Erinnerungen und darüber, wie im falschen Leben oft das richtige liegt und im richtigen das falsche. Geschichten von Menschen in verschiedenen Lebensphasen und ihren Hoffnungen und Verstrickungen.

Ein Mann verrät den Freund, den er nicht verlieren will. Einen anderen wirft eine Kränkung aus der Bahn und lässt ihn zerstören, was er liebt. Eine späte Begegnung mit der Jugendliebe – kann sich jetzt noch erfüllen, was damals versagt blieb? Eine Frau ringt damit, dem geschiedenen, todgeweihten Mann zu vergeben. Eine Nacht, in der an ein Tabu gerührt wird – kann es danach weitergehen, als sei nichts geschehen? Ein Junge verbringt mit seiner Mutter einen Sommer am Meer, entdeckt sie, wie er sie nicht kannte, und entdeckt sich selbst. Jemand hat selbstbestimmt Abschied vom Leben genommen – was macht das mit den Hinterbliebenen, wie werden sie damit fertig? Als seine Erinnerungen seine Gegenwart überwältigen, muss ein Mann seinen Frieden mit der Vergangenheit machen. Sie sind miteinander glücklich, er einundsiebzig, sie dreiunddreißig – was hat es mit seinem plötzlichen Gefühl auf sich, er dringe mit seiner Altersliebe in ihr junges Leben ein? Geschichten, die überraschen, verstören und beglücken.

Es sind Geschichten von Menschen in verschiedenen Lebensphasen und ihren Hoffnungen und Verstrickungen. „Liebe und mache, was du willst“ ist kein Rezept für ein gutes Ende, aber eine Antwort, wenn andere Antworten versagen. Die Literatur-Kritiker meinen es nicht immer gut mit Bernhard Schlinks Werken, seine Leser dafür umso mehr: Seit Wochen ist „Abschiedsfarben“ auf der Spiegel-Bestsellerliste.

Stimmen zum Buch

„Starke Storys, schlackenlos erzählt.“ Manfred Papst / Neue Zürcher Zeitung

„Neun phantastische Kammerspiele. Schlink führt vor, was Menschen einander antun, absichtlich oder unbedacht. Er ist ein Spezialist für das zerstörerische Potential der Liebe.“ Karin Grossmann / Sächsische Zeitung, Dresden

„Bernhard Schlink versteht es, auch in die kleine Form der Erzählung ganze Leben zu packen.“ Britta Helmbold / Ruhr Nachrichten, Dortmund

Autor

Bernhard Schlink, geboren 1944 bei Bielefeld, ist Jurist und lebt in Berlin und New York. Zu seinen Veröffentlichungen zählen der 1995 erschienene und in über 50 Sprachen übersetzte Roman „Der Vorleser“, für den er mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet wurde. Seine literarischen Manuskripte hat er dem Deutschen Literaturarchiv in Marbach geschenkt. Dort ist auch das Manuskript zu „Der Vorleser“ ausgestellt.

Autor Bernhard Schlink (Bild: Alberto Venzago/Diogenes Verlag)

Autor Bernhard Schlink (Bild: Alberto Venzago/Diogenes Verlag)

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Buchdetails

Bernhard Schlink: Abschiedsfarben
240 Seiten  – 24,00 Euro
ISBN 978-3-257-07137-5
neu erschienen im Diogenes Verlag

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Buchtipp-Redakteurin: Biggi Müller

Biggi Müller