Kerstin Sgonina: Als das Leben wieder schön wurde

Mit Lippenstift und Lebensmut. Drei Frauen bringen mit ihrem mobilen Schönheitssalon Farbe in das Hamburg der 50er Jahre. Der BRF-Buchtipp am 15. Februar.

Der Buchtipp auf BRF1: "Als das Leben wieder schön wurde" von Kerstin Sgonina (Wunderlich Verlag)

Der Buchtipp auf BRF1: "Als das Leben wieder schön wurde" von Kerstin Sgonina (Wunderlich Verlag)

„Die Idee, einen Roman über einen Schönheitssalon in den 1950er Jahren zu schreiben, kam mir bei einem Friseurbesuch!“ So beginnt die Danksagung von Kerstin Gsonina am Ende ihres Romans „Als das Leben wieder schön wurde“. Der Titel verheißt es schon: Hier geht es um das Nachkriegsdeutschland in den 50er Jahren, das von der Autorin allerdings aus einem ganz anderen Blickwinkel beleuchtet wird, was den Roman besonders lesenswert macht.

Hauptfigur ist Greta, die eines Tages mit einem kleinen Koffer in der Hand vor einem Haus in St. Pauli steht. Aufgewachsen ist Greta bei ihrer Großmutter in Schweden, ihre Wurzeln aber liegen hier, wo ihr Vater mit seiner neuen Familie lebt. Der ist wenig begeistert, als die fremde Tochter unangemeldet vor der Tür steht, und auch sonst gibt sich Hamburg sehr zugeknöpft. In Stockholm hat Greta in einem Schönheitssalon gearbeitet, hier will ihr niemand eine Stelle geben. Bis Greta die schlagfertige Marieke kennenlernt, die aus Ostpreußen fliehen musste und den Nachbarinnen in den Altonaer Nissenhütten die Haare macht; und Trixie, die im feinen Blankenese lebt und unglücklich in einen amerikanischen Soldaten verliebt ist. Gemeinsam beschließen die Frauen, ihren eigenen Salon aufzumachen.

Kurzerhand bauen sie einen ausrangierten LKW um und touren mit ihrem knallroten Schönheitsmobil durch die Stadt – mit vollem Erfolg. Marieke frisiert, Greta rührt Masken an und stellt Tinkturen her, Trixie macht Modeberatung. Dabei begegnen sie den unterschiedlichsten Frauen und deren Geschichten – und plötzlich ist Gretas Leben so bunt, dass sie beinahe den wahren Grund aus den Augen verliert, der sie nach Hamburg führte: Das Schicksal ihrer Mutter, die hier in den Wirren des Krieges spurlos verschwand.

Autorin

Kerstin Sgonina arbeitet als Autorin, Journalistin und Lektorin. Mit 18 Jahren kam sie nach Hamburg und schlug sich nach ihrem Abitur dort unter anderem als Türsteherin und Barfrau in Sankt Pauli durch. Nach wie vor liebt sie die Stadt an der Elbe heiß und innig, lebt aber heute mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern nahe Berlin.

Kerstin Sgonina (Bild: Sebastian Fuchs)

Kerstin Sgonina (Bild: Sebastian Fuchs)

Gewinnspiel

BRF1.be verlost zwei Bücher.

Gewinnfrage: Wie fühlte sich für Greta der Regen an?

Lösung: wie ein Streicheln

Gewinner sind Monique aus Herbesthal und Rebecca aus Kettenis.

Schicken Sie bitte Ihre Antwort mit Namen und Adresse an info@brf.be. Bitte beachten Sie: Antworten über die Kommentarfunktion dieses Artikels können aus organisatorischen Gründen nicht berücksichtigt werden! Teilnahmeschluss ist Sonntag, der 21. Februar.

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Buchdetails

Kerstin Sgonina: Als das Leben wieder schön wurde
512 Seiten – 20,00 Euro
ISBN 978-3-8052-0045-5
neu erschienen im Wunderlich Verlag

Alle Bücher unserer Buchtipps sind bei Logos und Thiemann erhältlich.
Buchtipp-Redakteurin: Biggi Müller

Biggi Müller