Ronja von Rönne: Ende in Sicht

Tieftraurig, aber nicht ohne die Portion Humor erzählt Ronja von Rönne von zwei Frauen, denen der Tod als letzter Ausweg erscheint: ein unvorhersehbares, dramatisches, unangemessen komisches Lesevergnügen. Der BRF-Buchtipp am 14. Februar.

Der Buchtipp auf BRF1: Ronja von Rönne - Ende in Sicht (dtv)

Ein Buch über Depressionen am Valentinstag? Ja – vielleicht sogar gerade deshalb! Schriftstellerin und Journalistin Ronja von Rönne verarbeitet in ihrem Roman „Ende in Sicht“ auch eigene Erfahrungen mit der „Scheißkrankheit“, wie sie sie nennt. Herausgekommen ist aber kein „Depressionsbuch“, sondern ein dramatischer, unvorhersehbarer und doch humorvoller Roman.

Hella ist 69. Einst war sie ein gefeierter Schlagerstar, jetzt ist der Ruhm verblasst und Depressionen machen sich breit. Juli ist 15. Auch der Teenager hat Depressionen. Die Wege der beiden Frauen treffen sich – auf der Autobahn.

Hella macht sich auf den Weg in die Schweiz, dort will sie in einer Klinik sterben. Diese letzte Fahrt wird ihr alter Passat schon noch schaffen. Doch kaum auf der Autobahn, fällt etwas Schweres auf die Motorhaube ihres Wagens. Es ist Juli, sie wollte sich von einer Bcke in den Tod stürzen. Jetzt ist sie nur leicht verletzt und steigt zu Hella ins Auto. Unter einem Vorwand fährt Hella Richtung Süden. Die beiden ungleichen Frauen mit dem Wunsch zu sterben sind jetzt auf einem Roadtrip und fassen langsam Vertrauen zueinander.

Tieftraurig, elegant und lakonisch erzählt Ronja von Rönne von zwei Frauen, denen der Tod als letzter Ausweg erscheint und die vielleicht doch erkennen, dass es sich lohnt, vor dem Tod noch etwas zu leben.

Stimmen zum Buch

Wenn Ronja von Rönne mal wieder sterben will, ruft sie entweder mich an oder schreibt ein großartiges Buch. Jetzt habe ich schon länger nichts von ihr gehört. Benjamin von Stuckrad-Barre, Schriftsteller

Das wollte ich doch sagen, Benjamin!“ Martin Suter, Schriftsteller

Ronja von Rönne (Bild: Mehran Djojan)

Ronja von Rönne (Bild: Mehran Djojan)

Autorin

Ronja von Rönne, geboren 1992 in Berlin, ist Schriftstellerin, Journalistin und Moderatorin. 2015 las sie beim Ingeborg-Bachmann-Preis. Seit 2017 moderiert sie beim Fernsehsender Arte die Sendung „Streetphilosophy“ und schreibt für die „Die Zeit“ und „Zeit Online“.

Gewinnspiel

BRF1 Online verlost zwei Bücher.

Gewinnfrage: Auf welche Art von Brücke steuerte Hella zu?

Lösung: Wildbrücke

Gewinnerinnen sind Anita aus Elsenborn und Sylvie aus Kettenis.

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Buchdetails

Ronja von Rönne: Ende in Sicht
256 Seiten – 22,00 Euro
ISBN 978-3-432-28291-8
neu erschienen im dtv Verlag

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Buchtipp-Redakteurin:
Biggi Müller

Depression kann jeden treffen, egal ob jung oder alt, erfolgreich oder nicht. Hier gibt es Hilfe für Betroffene und Angehörige:

Biggi Müller