Ingrid Noll: Tea Time

Ingrid Noll mordet wieder. Im neuesten Krimi geht es um sechs spleenige und skrupellose Freundinnen, die den Club der Spinnerinnen gründen. Männer sind dabei unerwünscht. Der BRF-Buchtipp am 21. November.

Schriftstellerin Ingrid Noll ist inzwischen 87 Jahre alt. Kein Grund für sie, sich auf ihren Lorbeeren auszuruhen und zum Seniorentreff zu gehen. Gerade ist der 17. Krimi der Bestsellerautorin erschienen. Für „Tea Time“, so der Titel, hat sie sich als Schauplatz ihre Heimatstadt Weinheim ausgesucht.

Die Freundinnen Nina und Franziska wohnen im selben Haus am Weinheimer Marktplatz. Aus einer Sektlaune heraus gründen sie mit vier anderen Frauen den Club der Spinnerinnen – jede von ihnen hat eine spezielle Macke: poetisch, pedantisch, traumatisch, gefährlich – und treffen sich zu weinseligen Sitzungen. Männer sind nicht zugelassen.

Bis eines Tages Nina ihre Handtasche verliert und ein fremder Mann in ihr Leben tritt: Vom Finder Andreas Haase, einem arbeitslosen Alkoholiker aus Mannheim, wird sie wiederholt belästigt. Denn er begnügt sich nicht mit dem üblichen Finderlohn, er will mehr.

Als Nina sich wehrt, springt zum Glück der hilfreiche Nachbar Yves ein, ein sympathischer Bücherwurm und Einsiedler. Doch die Aktion zieht Kreise, löst eine Kettenreaktion aus, in die auch – Weinheim ist klein – die Clubschwestern verwickelt werden. Insider-Geheimnisse führen zu Eigennutz, die kriminelle Fantasie beginnt zu blühen. Mit fatalen Folgen. Wer jetzt an Komödie denkt, ist auf dem falschen Dampfer, denn die Damen mit Spleen sind ausgesprochen skrupellos.

Stimmen zum Buch

„Eine Meisterin der liebevollen Raffinesse.“ Sächsische Zeitung, Dresden

„Ingrid Noll, immer noch die originellste Krimi-Autorin deutscher Sprache.“ NDR Kultur, Hamburg

„Die perfekte Mischung zwischen bürgerlicher Idylle und blankem Grauen.“ Die Presse, Wien

Autorin

Ingrid Noll, geboren 1935 in Shanghai, studierte in Bonn Germanistik und Kunstgeschichte. Sie ist Mutter dreier erwachsener Kinder und vierfache Großmutter. Nachdem die Kinder das Haus verlassen hatten, begann sie Kriminalgeschichten zu schreiben, die allesamt zu Bestsellern wurden.

2005 erhielt sie den Friedrich-Glauser-Ehrenpreis der Autor:innen für ihr Gesamtwerk.

Ingrid Noll (Bild: Renate Barth/Diogenes Verlag)

Ingrid Noll (Bild: Renate Barth/Diogenes Verlag)

Gewinnspiel

BRF1 Online verlost zwei Exemplare.

Gewinnfrage: Wie alt ist die Ich-Erzählerin in ihrer Erinnerung?

Antwort: neun Jahre

Gewinner sind Monique aus Walhorn und Brigitta aus Wallerode.

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Buchdetails

Ingrid Noll: Tea Time
320 Seiten — 25,00 Euro
ISBN 978-3-257-07214-3
Neu erschienen im Diogenes Verlag

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Buchtipp-Redakteurin: Biggi Müller

Biggi Müller