Vincent Delecroix: Schiffbruch

Der BRF-Buchtipp am 2. November.

Vincent Delecroix: Schiffbruch
Cover: Luchterhand-Verlag

Vincent Delecroix hat eine fiktive Geschichte geschrieben, die aber sehr real daherkommt und keinen Leser gleichgültig lassen wird: Im November 2021 kentert im Ärmelkanal ein Schlauchboot mit 29 Migranten. Trotz zahlreicher per Handy abgesetzter Notrufe schickt die französische Marineoffizierin, die in dieser Nacht für die Seenotrettung zuständig ist, keine Hilfe. Sie teilt den Flüchtlingen mit, dass sie die Briten um Hilfe bitten müssten. Als ein Rettungsboot schließlich am Unglücksort eintrifft, sind alle Menschen bis auf zwei ertrunken.

Die Erzählerin der Ereignisse ist die Offizierin. Sie wird beschuldigt, ihre Pflicht verletzt zu haben. Aber: Warum sollte sie mehr Verantwortung tragen als wir alle, die wir von außen zuschauen?

Autorin

Der Franzose Vincent Delecroix, geboren 1969 in Paris, ist Autor und Philosoph. Für seine Romane wurde er mehrfach ausgezeichnet. Für "Schiffbruch" war er für den internationalen Booker Prize nominiert. Die Jury schrieb über das Buch: "Ein Roman wie ein Schlag in die Magengrube".

Gewinnspiel

BRF1 Online verlost ein Exemplar des Romans „Schiffbruch“. Die Gewinnfrage lautet: In welchem Gewässer hat sich das Bootsunglück ereignet?

Teilnahmeschluss ist Sonntag, der 8. November 2026.

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    Vincent Delecroix: Schiffbruch
    Umfang: 160 Seiten
    Ausgabe: Festeinband, mit Schutzumschlag
    Verlag: Luchterhand (Original: Gallimard)
    Preis: 23 Euro

    Neu erschienen im Luchterhand-Verlag (Penguin)

    Judith Peters