Bernhard Schlink: Olga

Die Geschichte einer starken, klugen Frau, die miterleben muss, wie nicht nur ihr Geliebter, sondern ein ganzes Volk den Bezug zur Realität verliert. Der BRF-Buchtipp am 12. März.

Bernhard Schlink: Olga (Cover: Diogenes Verlag)

Bernhard Schlink: Olga (Cover: Diogenes Verlag)

Wer weiß: Wenn der deutsche Schriftsteller Bernhard Schlink nicht wäre, würde die Hollywood-Schauspielerin Kate Winslet immer noch auf ihren ersten Oscar warten! Aber als Hanna in der Verfilmung von Schlinks Welt-Bestsellers „Der Vorleser“ hat sie ihn dann schließlich bekommen. Jetzt hat Bernhard Schlink seinen neuen Roman „Olga“ vorgestellt und da drängt sich eine Verfilmung geradezu auf. Wieder geht es um eine starke Frau und wieder um die deutsche Vergangenheit.

Ein Dorf in Pommern am Ende des 19. Jahrhunderts. Olga ist Waise und lebt nach dem Tod ihrer Eltern bei ihrer Großmutter. Herbert ist der Sohn des Gutsherrn. Die beiden verlieben sich und bleiben gegen den Widerstand seiner Eltern ein Paar, das immer wieder zueinander findet, auch als Olga Lehrerin wird und er zu Abenteuern nach Afrika, Amerika und Russland reist. Vom Kampf gegen die Herero zurückgekehrt, voller Träume von kolonialer Macht und Größe, will er für Deutschland die Arktis erobern. Seine Expedition scheitert, und die Bemühungen zu seiner Rettung enden, als der Erste Weltkrieg ausbricht. Olga sieht ihn nicht wieder und bleibt ihm doch auf ihre eigene Weise verbunden.

Erzählt wird die Geschichte einer starken, klugen Frau, die miterleben muss, wie nicht nur ihr Geliebter, sondern ein ganzes Volk den Bezug zur Realität verliert. Es wird die Frage ihres Lebens: Warum denken die Deutschen zu groß? Wieder und wieder?

Bernhard Schlink erzählt von der Liebe zwischen einer Frau, die gegen die Vorurteile ihrer Zeit kämpft, und einem Mann, der sich mit afrikanischen und arktischen Eskapaden an die Träume seiner Zeit von Größe und Macht verliert. Erst im Scheitern wird er mit der Realität konfrontiert – wie viele seines Volks und seiner Zeit. Die Frau bleibt ihm ihr Leben lang verbunden, in Gedanken, Briefen und einem großen Aufbegehren.

Stimmen zum Buch

„Bernhard Schlink hat uns mit Olga eine stolze wie gradlinige, mutige, selbstbewusste und aufrechte Frauengestalt geschenkt.“ Johannes Kaiser / Deutschlandfunk Kultur, Berlin

„Fazit nach der letzten Seite: ein Wahnsinnsbuch. Bernhard Schlinks neuer Roman ist ein Meisterwerk.“ Ute Krebs / Freie Presse, Chemnitz

Autor

Bernhard Schlink (Bild: Alberto Venzago/Diogenes Verlag)

Bernhard Schlink (Bild: Alberto Venzago/Diogenes Verlag)

Bernhard Schlink, geboren 1944 bei Bielefeld, ist Jurist und lebt in Berlin und New York. Der 1995 erschienene Roman „Der Vorleser“, 2009 von Stephen Daldry unter dem Titel „The Reader“ verfilmt, in über 50 Sprachen übersetzt und mit nationalen und internationalen Preisen ausgezeichnet, begründete seinen schriftstellerischen Weltruhm. Schlink wurde dafür mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

Gewinnspiel

BRF1.be verlost zwei Bücher.

Frage: Welchen anderen Vornamen wollte die Großmutter Olga geben?

Antwort: Helga

Gewinnerinnen sind Sylvie Thelen aus St. Vith und Susanne Fischer aus Eupen.

 

Buchdetails

Bernhard Schlink: Olga
320 Seiten, 24,00 Euro
ISBN 978-3-257-86327-7
erschienen im Diogenes Verlag

Alle Bücher unseres BRF1-Buchtipps sind bei Logos und Thiemann erhältlich.
Buchtipp-Redakteurin: Biggi Müller

Biggi Müller

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