Jazztime: Summer of Colours

"Bunte Mischung", das klingt in manchen Ohren wie eine Drohung – die heutige Jazztime will eine sommerlich verheißungsvolle Ausnahme sein. Den Anfang machen zwei neue Virtuosen aus Kuba: Alejandro Valdés und Noslen Noel.

Alejandro Valdés (Bild: Erick Castro Rojas)

Alejandro Valdés (Bild: Erick Castro Rojas)

Kuba zwischen Flamenco und Lautenmusik – ¡Que mezcla furiosa! Und zwei junge Ausnahme-Instrumentalisten mittendrin.

Der schottische Drummer Graham Costello übt sich derweil im Freistil zwischen laut und leise, melodisch und schräg.

Joan As Police Woman hat mit Tony Allen zu einer eigenen Sprache im Jazz gefunden.

Der französische Gitrarrist Philippe Mouratoglou pflegt die hohe Kunst der Jazz-Folk-Vermählung, Uli Kempendorff unterstreicht, dass er einer der scharfsinnigsten deutschen Saxophonisten ist, und das Was-(Not Was)-Mitglied Dave McMurray setzt Amerikas größten Rock-Hippies Grateful Dead ein Denkmal.

Alice Coltrane verblüfft mit alten Mantras, weil ihre kraftvolle Meditationsmusik eigentlich ein Widerspruch in sich sein müsste. Und Snarky-Puppy-Mastermind Michael League überwältigt mit einer High-Class-Produktion, die ein Genre für sich sein könnte: Ist das dieser Future Yacht Jazz, von dem noch keiner je gehört hat?

Markus Will

Ein Kommentar
  1. Olivier Collette

    Bonjour, je vous ai envoyé mon nouveau disque il y a quelques jours. L’avez-vous bien reçu ? Bien cordialement, Olivier Collette