Album der Woche: „Parting Lights“ von Kiyo

Kiyo veröffentlicht ihr erstes Album "Parting Lights". In der BRF1-Lifeline (15-18 Uhr).

Album der Woche: Kiyo - Parting Lights

Kiyo - Parting Lights (Cover: MPN/7music)

Sie singt von Aufbruch und Fernweh, Hagel und Sturm – so sensibel und melancholisch, dass es unter die Haut geht: Mit dem Album Parting Lights gibt Kiyo ihr musikalisches Debut. Parting Lights ist, kurz gesagt, ein Indiepop-Album mit Akustikelementen. Fernab von schnelllebigem Plastikpop, ist es ehrliche, handgemachte Musik, getragen von der einfühlsamen Stimme der jungen Newcomerin. Kiyo präsentiert sich nachdenklich, bettet ihre klare Stimme auf atmosphärische elektronische Klänge. Tragendes Element auf dem Album ist dabei das Klavier, das Kiyo selbst spielt. Auch die Akustikgitarre, gespielt von Produzent Rolf Munkes tritt in den Vordergrund. Cello- und Streicherparts sowie Trommeln verleihen der Musik zuletzt ihren warmen, akustischen Klang.

Die Debütsingle aus „Parting Lights“ heißt „Confessions“deren Sound, wie das gesamte Album, irgendwo zwischen Akustik, Singer-Songwriter und Indie-Pop liegt.

Es sind auch die unzähligen Details, von denen das Album lebt: Das verspielte Lachen in „Confessions“, ein letzter tiefer Atemzug und der Sprung in den Teich des Nachbarn. Die Glocken, die im titelgebenden Song „Parting Lights“ verheißungsvoll den Aufbruch in stürmische Zeiten einläuten. Und der Regen, der in „Mary“ ans Fenster prasselt, der so ungeduldig nach Sehnsucht und so versöhnlich nach Geborgenheit klingt.
Eine Coverversion findet sich auf dem Album – „Fool in Love“ der Rockband „Empire“. Alle anderen Stücke hat Kiyo selbst geschrieben. Im September 2016 ging sie mit Rolf Munkes in den Bensheimer Empire Studios in die Produktion. Gemeinsam arrangierten sie die zehn Stücke und experimentierten dabei viel mit Klängen. So entwickelte sich im Lauf von neun Monaten ein Sound, der irgendwo zwischen Akustik, Singer-Songwriter und Pop liegt. Wer oberflächliche Chart-Musik erwartet, der wird bei „Parting Lights“ nicht fündig: Das Album ist vielschichtig, die Sängerin empathisch, die Stimmung eben noch tief melancholisch, und da schon wieder voller Hoffnung und Neugier.

Die 28-jährige Mannheimerin ist mit der Musik großgeworden: Eine klassische Klavierausbildung begann sie im Alter von fünf Jahren. Von klein auf sang sie in Chören und nahm an Musikwettbewerben wie „Jugend musiziert“ teil. Gitarre brachte sie sich mit 14 selbst bei. Im selben Alter begann sie, in Bands zu spielen und selbst Lieder zu schreiben. Die Tochter vietnamesischer Einwanderer ist in Düsseldorf geboren. Inspiriert ist ihre Musik von Singer-Songwritern wie Nick Drake, Elliott Smith und Bon Iver, Einflüsse aus der Klassik wie Chopin und Debussy verleihen ihrem Klavierspiel zudem die klingende Brillanz.

Infos & Cover: 7music

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